Abschied von Julius Bär Wergen & Partner kooperiert mit Aquila

Blick auf Zürich

Blick auf Zürich: Hier sitzt Wergen & Partner. Der Vermögensverwalter ist zwar seit Anfang 2022 unabhängig, kooperiert künftig aber mit der Aquila-Gruppe. Foto: Pixabay

Erst Anfang des Jahres verkaufte Julius Bär die Aktien von Wergen & Partner an deren Management, nun hat der Zürcher Vermögensverwalter einen neuen strategischen Partner gefunden. Nach einem Bericht von Finews schließen sich Wergen & Partner und die Aquila-Gruppe für eine Kooperation zusammen. Auch auf der Aquila-Internetseite ist Wergen & Partner bereits unter den Partnern aufgeführt – allerdings mit dem Hinweis, dass noch ein Finma-Bewilligungsprozess aussteht.

Strategische Kooperation mit Julius Bär wurde Anfang 2022 aufgelöst

Die bis Ende 2022 zu erfüllenden Anforderungen der Finma an unabhängige Vermögensverwalter will Wergen & Partner laut des Medienberichts mit der Kooperation im eigenen Haus gering halten. Ohne den Anschluss an die Aquila-Gruppe hätte man bis zu vier Mitarbeiter einstellen müssen, betont Geschäftsführer Manfred Wergen gegenüber Finews. Nun würden einige Aufgaben ausgelagert werden, der Aufwand bliebe für den nun unabhängigen Vermögensverwalter so gering.

Wergen & Partner wurde 2017 von Julius Bär übernommen. Als strategische Partnerschaft gedacht, verlief die Kooperation nicht ganz nach Plan: Der Zürcher Vermögensverwalter sollte eigentlich in der Julius-Bär-Tochter WM Partners aufgehen, einer 2013 gekauften Vermögensverwaltung. Daraus wurde aber nichts. Nur wenige Monate nach Bekanntgabe integrierte Julius Bär stattdessen WM Partners vollständig in den Mutterkonzern. Anfang 2022 verkaufte die Julius-Bär-Gruppe Wergen & Partner an das Wergen & Partner Management. Laut Finews ist Julius Bär aber noch immer wichtige Depotbank für den Vermögensverwalter.


Wergen & Partner betreut vermögende Privatkunden und Family Offices in Deutschland, Österreich und der Schweiz und beschäftigt derzeit sechs Mitarbeiter. Das verwaltete Vermögen liegt bei etwa 1,2 Milliarden Schweizer Franken, die Geschäftsführung besteht aus Manfred Wergen, Marco Huber und Christop Hochuli. Kooperationspartner Aquila besitzt eine Banklizenz und bietet deshalb unabhängigen Vermögensverwaltern und Familiy Offices diverse Dienstleistungen wie Compliance, Treasury, IT-Unterstützung oder Bankbuchhaltung. Laut Finews könne das von der Gruppe verwaltete Vermögen bald auf 20 Milliarden Franken ansteigen.