Vertreterversammlungen haben entschieden Weg fast frei für zwei genossenschaftliche Großfusionen

Eine Filiale der Frankfurter Volksbank

Eine Filiale der Frankfurter Volksbank: Noch fehlt die Zustimmung der Aschaffenburger Vertreterversammlung, bis Deutschlands größte Volksbank entsteht. Derweil sind die Gestalterbank und die Volksbank Rhein-Wehra bei ihrer Großfusion schon weiter. Foto: Imago Images / snowfieldphotography

Der Weg für zwei Geno-Großfusionen ist fast frei: In Baden-Württemberg haben die Vertreterversammlungen der Volksbank eG, die unter der Marke Gestalterbank auftritt, und der Volksbank Rhein-Wehra einer Fusion zugestimmt. Das neue Institut fasst dann eine Bilanzsumme von 13,25 Milliarden Euro. In Frankfurt wiederum nickte die Vertreterversammlung der Frankfurter Volksbank Rhein-Main die Fusion mit der Raiffeisen-Volksbank Aschaffenburg ab – nun muss nur noch deren Vertreterversammlung nachziehen. Sollte sie der Fusion zustimmen, würde mit einer Bilanzsumme von annähernd 20 Milliarden Euro Deutschlands größte Volksbank entstehen.

 

Die Abstimmung in Aschaffenburg ist für den 26. Juni 2024 angesetzt. Die Fusion dürften die Durchschlagskraft im Private Banking erhöhen: Die Frankfurter Volksbank Rhein-Main ist im Vermögensmanagement tätig, bietet eine Vermögensverwaltung und Anlageberatung sowie weitere Dienstleistungen wie Stiftungsmanagement und Nachfolgeplanung an. Verantwortlicher Vorstand ist Sascha Winkel. Ähnlich ist die Raiffeisen-Volksbank Aschaffenburg in ihrem Private Banking aufgestellt, in dem sie auch mit der DZ Privatbank zusammenarbeitet. 

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Der geplante Zusammenschluss ist die 22. Fusion der Frankfurter Volksbank Rhein-Main seit 1990. Gemeinsam würden die beiden Häuser die Metropolregion Frankfurt, Rhein-Main und den Bayerischen Untermain abdecken. Mit der Verschmelzung sollen die Vorstände der Raiffeisen-Volksbank Aschaffenburg den bisherigen Vorstand der Frankfurter Volksbank Rhein-Main ergänzen.

Fusion von Gestalterbank und Volksbank Rhein-Wehra gilt rückwirkend

Einen Schritt weiter sind die Verantwortlichen der Gestalterbank und der Volksbank Rhein-Wehra. Mitte November führen sie das Geschäft der Institute technisch zusammen, die Fusion gilt rückwirkend zum 1. Januar 2024. Zwar reiht sich die fusionierte Genossenschaftsbank in Sachen Größe klar hinter den Frankfurter Kollegen ein, mit einer kombinierten Bilanzsumme von 13,25 Milliarden Euro zählt sie aber trotzdem zu Deutschlands zehn größten Volksbanken.

 

Bei der Gestalterbank leitet Markus Stiepermann als Bereichsleiter das Private Banking und vermögensmanagement, bei der Volksbank Rhein-Wehra ist Arnis Dervisholli, Bereichsleiter Firmenkunden & Private Banking, für das Geschäft mit vermögenden Privatkunden zuständig. Beide Institute arbeiten mit der DZ Privatbank zusammen.

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