Wealth-X-Studie In fünf Bundesländern gibt es keine Milliardäre

Der Datendienstleister Wealth-X hat sich Zahl und Herkunft deutscher Milliardäre genauer angeschaut | © Wealth-X

Der Datendienstleister Wealth-X hat sich Zahl und Herkunft deutscher Milliardäre genauer angeschaut Foto: Wealth-X

In Deutschland leben derzeit 123 Milliardäre mit einem Gesamtvermögen von etwa 368 Milliarden Euro. Das hat die Research- und Beratungsfirma Wealth-X ermittelt. Somit leben hierzulande fast doppelt so viele Milliardäre wie in Frankreich (46) und nur etwas weniger als in Großbritannien (130). Nur in China (190) und in den USA (571) wohnen mehr Milliardäre als in Deutschland.

Die Verteilung der sehr vermögenden Individuen in Deutschland, 22 davon sind Frauen, ist alles andere als gleich. Während viele der Statistik zufolge vor allem in Ballungszentren wie Hamburg, Köln und München leben, haben fünf Bundesländer nicht einen einzigen Milliardär. Mit Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt sind es genau die fünf neuen Bundesländer.

Der deutsche Milliardär ist im Schnitt 65 Jahre alt. Den Reichtum haben sich aber nur 24 Prozent selbst erarbeitet. Der Rest hat zumindest zum Teil geerbt. Im Vergleich mit Russland, wo der Anteil der Selfmade-Milliardäre laut Wealth-X bei 97 Prozent liegt, ist das nicht viel.

Mit 14 Prozent hat der größte Teil der Milliardäre sein Vermögen in der herstellenden Industrie gemacht. Danach folgt die Lebensmittelbranche. Der Banken- und Finanzbereich, der in anderen Ländern häufig dominiert, kommt hierzulande lediglich auf 7 Prozent.