HNWI Wealth Management in China wächst zweistellig

Chinas wohlhabende Bürger werden immer reicher: Vor einem Jahr lag die Summe des verwalteten Vermögens noch bei 54 Billionen Yuan, so ein gemeinsam von der China Construction Bank (CCB) und der Boston Consulting Group veröffentlichter Report.

Demnach ist die Zahl von High-Net-Worth-Haushalten – mit einem liquiden Vermögen von mindestens 1 Million Dollar (6 Millionen Yuan) – innerhalb der letzten zwölf Monate von 1,03 auf 1,21 Millionen gestiegen. Diese Haushalte weisen ein kombiniertes Vermögen in Höhe von 27 Billionen Yuan auf – das sind 44 Prozent des Gesamtvermögens Chinas. Der Report schätzt, dass diese Vermögen mit einer durchschnittlichen Rate von 14 Prozent bis 2015 weiter wachsen werden. Weltweit liegt der Vergleichswert des Vermögenswachstums bei lediglich 5,9 Prozent.

Laut Report sind 60 Prozent der HNWI in China selbstständige Unternehmer. Sie kurbeln die Nachfrage nach Offshore Wealth Management und internationaler Asset Allokation an, da sie ihre Geschäfte mehr und mehr internationalisieren. Auf dem heimischen Markt finden sie zudem längst nicht immer die gewünschten Anlageprodukte: Wohlhabende Chinesen sind insbesondere an festverzinslichen und Treuhandanlagen interessiert, die der chinesische Bankensektor bislang trotz des enormen Potenzials längst nicht ausreichend entwickelt hat, so der Report weiter.

Ein Drittel der chinesischen HNWI-Haushalte befindet sich in den ökonomischen Zentren in der Hauptstadt Peking, sowie in Shanghai und der Provinz Guangdong. Besonders starkes Wachstum von Wohlstand weisen auch die Provinzen im Mittleren Westen des Landes wie Gansu, Anhui und Guizhou auf.