Wasser-Indexfonds Wo die Gewinne sprudeln

Entwickeln sich zum Teil weit besser als breit gestreute Strategien: Indexfonds mit eng gefassten Anlageuniversen

Entwickeln sich zum Teil weit besser als breit gestreute Strategien: Indexfonds mit eng gefassten Anlageuniversen

Ein Rekord nach dem anderen. Das in nachhaltigen Fonds verwaltete Vermögen hat zum Jahresende 2016 abermals einen Spitzenwert erreicht, das dritte Jahr in Folge. Nicht weniger als 43,8 Milliarden Euro verwaltete die Fondsindustrie in den 270 Portfolios, die sozial und ökologisch besonders vorbildlich investieren wollen.

Das ist verglichen mit dem Vorjahr ein üppiges Plus von rund 16 Prozent. ETF-Anbieter können daran bislang nur begrenzt teilhaben, gerade einmal 16 ETFs hatte die Deutsche Börse zu Beginn des zweiten Halbjahrs 2016 gelistet. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass nachhaltige ETFs in der Vergangenheit nicht gerade mit herausragender Performance geglänzt haben.

Im Gegenteil: Anteilseigner von umwelt- und gesellschaftsfreundlichen Indexfonds hatten in den zurückliegenden Jahren das Nachsehen, der Weltaktienindex MSCI World beispielsweise übertraf sein um Waffen-, Porno-, Glücksspiel- sowie Drogenanbieter bereinigtes Pendant, den MSCI World Socially Responsible, auf Sicht von fünf Jahren um rund ein Zehntel. Das muss aber nicht so sein, Öko-Investments können auch besser als der Aktienmarkt insgesamt abschneiden.

Das stellen Fonds, die Aktien von Wasserversorgern und zuliefernden Gesellschaften erwerben, seit Längerem unter Beweis. So konnte etwa der Lyxor ETF World Water in den zurückliegenden fünf Jahren seinen Wert um knapp 120 Prozent steigern, der First Trust Water sogar um 130 Prozent. Zum Vergleich: Der MSCI World erreichte im selben Zeitraum lediglich ein Plus von 102 Prozent.

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