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Bitcoin & Co. Was steckt hinter dem Aufstieg der Kryptowährungen?

Börsengang von Coinbase

Börsengang von Coinbase: Der Zugang zu Kryptowährungen hat sich zuletzt vereinfacht, mit ihnen Rendite zu erzielen, stellt aber viele Marktteilnehmer vor Herausforderungen. Foto: imago images / UPI Photo

Brook Dane, Fondsmanager

In den vergangenen Jahren sind Kryptowährungen immer populärer geworden. Die wohl bekannteste von ihnen, der Bitcoin, legte seit 2020 deutlich an Wert zu, hat aber zuletzt seine Gewinne zum großen Teil wieder abgegeben Zu den Vorteilen von Cyberdevisen gehören Anonymität, geringe Gebühren und die permanente Verfügbarkeit. „Aus unserer Sicht steckt aber noch mehr hinter ihrer Beliebtheit“, sagt Brook Dane, Portfoliomanager bei Goldman Sachs Asset Management.

Lange Zeit gehörten der schwierige Zugang und fehlendes Vertrauen zu den Problemen des Bitcoins. „Die meisten Transaktionen wurden auf oft unregulierten Handelsbörsen durchgeführt“, sagt Dane. Nun haben jedoch etablierte Payment-Unternehmen damit begonnen, ihren Kunden Kryptowährungen anzubieten: Im November 2020 kündigte beispielsweise PayPal an, dass alle Kontoinhaber in den USA digitale Währungen direkt über die App handeln können. Andere Unternehmen wie Square, Robinhood und Sofi Invest zogen nach. „Das hat den Zugang verbessert, die Glaubwürdigkeit erhöht und die Nachfrage gestützt.“

Viel Potenzial gibt es noch für die Akzeptanz von Kryptowährungen im Handel. Noch immer können Waren und Dienstleistungen nur selten mit digitalen Währungen bezahlt werden. Das Kreditkartenunternehmen Visa denkt aber nach eigenen Angaben darüber nach, seinen Kunden den Kauf und die Auszahlung von Kryptowährungen zu ermöglichen. „Damit könnte die Aussicht bestehen, dass bei den 70 Millionen Händlern, die Visa weltweit akzeptieren, auch eine Bezahlung mit Kryptowährungen möglich wird“, sagt Dane. Dazu kommt, dass mittlerweile Unternehmen wie Tesla und die Softwarefirma Microstrategy Unternehmenskapital in Bitcoin halten. Strukturelle Entwicklungen wie ein zunehmender Anlagenotstand stützen den Run auf Kryptowährungen zusätzlich

Werden Kryptos das Bargeld ersetzen?

Die ursprüngliche Idee hinter dem Bitcoin und anderen Kryptowährungen war ein Zahlungsnetzwerk, das die Privatsphäre schützt und die Möglichkeiten bietet, digitale Knappheit zu erzeugen. Aber: „Obwohl sie gewisse währungsähnliche Eigenschaften haben, sind Kryptowährungen keine echten Währungen. Und es ist aus unserer Sicht unwahrscheinlich, dass sich das ändern wird“, gibt Dane zu bedenken. Und zwar aus folgenden Gründen.

Währungen müssen stabil sein: Wenn die hohe Volatilität bei Kryptowährungen anhält, ist es eher unwahrscheinlich, dass es sich um eine Transaktionswährung handelt – da dafür die Preise stabil sein müssen. Zwar gibt es inzwischen „Stable Coin Offerings“ und sogar Non-Fungible Tokens (NFTs), eine Art digitale Eigentumszertifikate. Doch Investoren bevorzugen eine geringere Volatilität. Während also Maßnahmen zur Verbesserung der Stabilität ergriffen werden, bleibt die Volatilität das große Manko.

Die Bitcoin-Authentifizierung: Damit der Bitcoin als Währung funktionieren kann, muss er eine breitere Akzeptanz erlangen. Obwohl es in letzter Zeit einige ermutigende Ankündigungen gab, ist es unwahrscheinlich, dass es in absehbarer Zeit eine breite Zustimmung unter Händlern gibt. Selbst wenn eine breite Bitcoin-Zahlungsinfrastruktur existiert, ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit sehr langsam, vor allem im Vergleich zu bestehenden Zahlungsformen wie Kreditkarten.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt – aber was ist mit Bitcoin?

Es ist unwahrscheinlich, dass der Bitcoin auf breiter Basis als Währung akzeptiert wird. „Realistischer scheint, dass er ähnlich wie Gold als Wertspeicher fungieren kann“, erwartet Dane. In der Tat habe der Bitcoin wie andere Kryptowährungen auch einige einzigartige Eigenschaften. „Dazu gehört die Tatsache, dass sie digital sind und bis zum 100.000.000-sten Teil einer Einheit gesplittet werden können.“ Daneben könne der Fokus auf den Bitcoin als „digitales Gold“ aus diesen Faktoren resultieren:

Endliches, festes Angebot: Aufgrund des Quellcodes kann es insgesamt nur 21 Millionen Bitcoins geben. Von diesen sind bereits 18,5 Millionen im Umlauf. Davon sind schätzungsweise 20 Prozent, also etwa 4,2 Millionen Stück, zum Beispiel aufgrund von vergessenen Passwörtern verloren gegangen. Daher ist das Angebot im Vergleich zu anderen Kryptowährungen begrenzt.

Algorithmisch gesteuerte Inflation: Die Belohnung, die Bitcoin-Minern gezahlt wird, halbiert sich alle vier Jahre. Die Inflation ist somit kontrolliert: Die Erlöse sind in den vergangenen zehn Jahren von 50 auf 6,25 Bitcoins gefallen.

Gute Aussichten für die Blockchain

„Da der Preis von Angebot und Nachfrage abhängig ist und der Wert nicht durch zukünftige Gewinne oder Cashflows bestimmt wird, ist es für uns schwierig, einen Blick auf den fundamentalen Wert des Assets zu werfen“, sagt Dane. Daher sei ein Blick in die Zukunft mit vielen Unsicherheiten verbunden.

Auf jeden Fall im Blick behalten sollten Anleger die Blockchain, also die Technologie hinter den Kryptowährungen. Denn Unternehmen, die darauf setzen, könnten laut Dane eine führende Rolle als Innovatoren innerhalb ihres jeweiligen Marktes spielen. „Während es in der Vergangenheit vergleichsweise wenige Investitionsmöglichkeiten bei Blockchain-Unternehmen gab, ist aktuell ein Wandel im Gange.“ Die Technologie dürfte zunehmend ein interessantes, investierbares Thema werden.

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bei Goldman Sachs Asset Management unter der E-Mail-Adresse
[email protected] oder per Telefon: +49 69 7532-1010.

Wichtige Informationen:

Bei diesem Dokument handelt es sich um Finanzwerbung, die von der Goldman Sachs Bank Europe SE („GSBE“), unter anderem über ihre zugelassenen Filialen, verbreitet wird. GSBE ist ein in Deutschland ansässiges Kreditinstitut und steht innerhalb des einheitlichen Aufsichtsmechanismus, der von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, deren amtliche Währung der Euro ist, eingeführt wurde, unter der direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank und in anderer Hinsicht unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank.

Das eingesetzte Kapital ist Risiken unterworfen. Nähere Informationen zu den Risiken, die mit einer Anlage in den Teilfonds verbunden sind, entnehmen Sie bitte dem Abschnitt Risikohinweise des Verkaufsprospekts. Im vorliegenden Dokument enthaltenen Konjunktur- und Marktprognosen dienen zu Informationszwecken und gelten zum Datum des vorliegenden Dokuments. Es gibt keine Gewähr dafür, dass die Prognosen auch tatsächlich eintreffen.