Milliardenmarkt Warum nicht an Corona-Impfungen mitverdienen

Ein Ärzt bereit eine Corona-Impfung im Impfzentrum Aichtal vor

Ein Ärzt bereit eine Corona-Impfung im Impfzentrum Aichtal vor: Die Notwendigkeit von Impfungen gegen Covid-19 dürfte nicht so schnell weg gehen Foto: Imago Images / 7aktuell

Ist die Corona-Pandemie vorbei? Macht das Virus nur Pause und es droht im Herbst eine vierte Welle? Aus Sicht der Impfstoff-Hersteller ist diese Frage fast zweitrangig, denn schon jetzt ist klar, dass es bei Corona durch die derzeitige Impfung keine sterile Immunität (Geimpfte bleiben ansteckend und können sich weiter anstecken) und somit auch keine klassische Herdenimmunität geben wird. Sars-Cov-2 wird wahrscheinlich endemisch, das heißt, es wird nicht so schnell oder vielleicht gar nicht verschwinden. Andere Corona-Viren wie 229E, NL63, OC43 oder HKU1 sind bereits endemisch und machen schon seit Jahrhunderten die Runde unter den Menschen.

Für die Bevölkerung bedeutet das: Wer das für sich als notwendig erachtet, wird sich sehr wahrscheinlich immer wieder gegen Sars-Cov-2 impfen lassen müssen. Aufgrund all der möglichen Mutationen und den Milliarden von Menschen, die jetzt noch gar nicht geimpft sind, könnte ein lukrativer und dauerhafter Geschäftszweig für die Impfstoff-Branche entstehen.

Solactive hat einen Index, den Pharma-Impfstoff-Aktien-Index (ISIN: DE000SL0C2U5), mit acht internationalen Unternehmen aus der Biotechnologie- und Pharmabranche kreiert, die sich mit der Entwicklung und Produktion von Medikamenten und Impfstoffen beschäftigt. Zurzeit finden sich in dem Index Firmen wie Biontech mit einem Gewicht von 15,85 Prozent, Moderna mit 15,31 Prozent, Vaccibody mit 13,46 Prozent, Cansino Biologics (11,90 Prozent), Dynavax Technologies (11,51 Prozent), Novavax (11,07 Prozent), Curevac (10,47 Prozent) und Valneva (10,42 Prozent).

Morgan Stanley hat aktuell elf Mini-Futures und sieben Faktor-Zertifikate auf den Pharma-Impfstoff-Aktien-Index emittiert. Beides sind innerhalb der Zertifikate-Familie sogenannte Hebelprodukte. Bei einem Faktor-Zertifikat, legt das Zertifikat beim Faktor drei, sehr vereinfacht dargestellt, rund dreimal so schnell zu wie der Index. Der Faktor wirkt allerdings auch in die andere Richtung und kann so Verluste rasch vergrößern.