Über Jahre wurde die Energiewende primär unter Klima‑ und Effizienzgesichtspunkten diskutiert. Heute zeigt sich deutlich: Unabhängige und vor allem sichere Energieversorgung ist ein zentraler Faktor wirtschaftlicher Stabilität und geopolitischer Handlungsfähigkeit. Nach wie vor ist Europa stark von Energieimporten abhängig – trotz steigender Preise und unsicherer Versorgungslage.
Strukturtreiber Strombedarf
Denn der globale Strombedarf wächst strukturell und das in einem seit langer Zeit nicht mehr gesehenen Ausmaß. Das bestätigte sich zuletzt auch auf der Annual Roth Conference in Kalifornien, einem wichtigen internationalen Branchentreffen für erneuerbare Energien und Clean Tech-Unternehmen. CEOs aus dem Energiesektor zufolge ist das aktuelle Nachfrage und Preisumfeld für Strom so gut wie nie zuvor. Versorgungsunternehmen schließen langfristige Rahmenverträge ab. Das erhöht die Visibilität von Cashflows und verbessert die Investitionssicherheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Der steigende Strombedarf ist strukturell bedingt: Rechenzentren für KI Anwendungen, Elektromobilität, Wärmepumpen und die fortschreitende Elektrifizierung von Industrie und Haushalten sorgen für einen Nachfrageimpuls, der historisch vergleichbar ist mit der Phase nach dem Zweiten Weltkrieg.
Erneuerbare als pragmatische Lösung
Erneuerbare Energien gewinnen in diesem Umfeld nicht aus ideologischen Gründen an Bedeutung, sondern weil sie schnell verfügbar, skalierbar und kosteneffizient sind. Wind- und Solarenergie lassen sich deutlich rascher realisieren als konventionelle Kraftwerke und spielen damit eine Schlüsselrolle beim Ausbau der Versorgungskapazitäten.
Auch Gas- oder Nuklearkraftwerke werden im Energiemix weiterhin ihren Platz haben – sie brauchen aber schlichtweg zu viel Zeit. Für eine herkömmliche Gasturbine wartet man heute drei bis vier Jahre, der eigentliche Bau des Kraftwerks dauert dann noch einmal zwei Jahre. Nuklearprojekte haben noch weitaus längere Umsetzungsphasen – selbst die viel diskutierten SMRs (Small Modular Reactors) werden ein Thema für die Zeit nach 2030 bleiben.
Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien rücken auch Netzinfrastruktur und Speicherlösungen stärker in den Fokus. Leistungsfähige Netze sind Voraussetzung für Versorgungssicherheit, Batteriespeicher erhöhen die Stabilität und Flexibilität des Systems. Der Ausbau dieser Infrastruktur wird zum entscheidenden Faktor der Energiewende.
Fazit
Energieunabhängigkeit ist kein politisches Schlagwort, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Die Erkenntnis daraus ist klar: Der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien, leistungsfähiger Netze und effizienter Speichersysteme ist kein Luxus, sondern wirtschaftliche und strategische Notwendigkeit.
Nun bleibt zu hoffen, dass strategische Maßnahmen konsequent umgesetzt werden und Europa sich energietechnisch unabhängiger aufstellt. Das umfasst auch den Ausbau von Erneuerbaren, Netzwerkkapazitäten, effizientere Nutzung beziehungsweise Speicherung – denn eine breit aufgestellte und intelligente Energieversorgung hat das Potential, Preisschocks im Energiebereich abzufedern.
Vor diesem Hintergrund setzen wir in unserem Umwelttechnologie Aktienfonds ERSTE GREEN INVEST weiterhin verstärkt auf den strukturell steigenden Strombedarf und haben unsere Positionierung im Energie-Segment erhöht, da hier die Gewinnaussichten momentan besser sind als in unseren anderen Themenbereichen.
Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen neben Chancen auch Risiken.
Eckdaten des Fonds
Fondsname: ERSTE GREEN INVEST
ISIN (A): AT0000A2DY42
ISIN (VT): AT0000A2DY67
Volumen: 514,7 Mio. Euro
Verwaltungsgebühr: bis zu 1,45 Prozent
Weitere Informationen zum ERSTE GREEN INVEST finden Sie auf unserer Website.
Zum Autor
Alexander Weiß ist ein Fondsmanager des ERSTE GREEN INVEST bei Erste Asset Management GmbH.
Hinweis zum ERSTE GREEN INVEST
Der Fonds verfolgt eine aktive Veranlagungspolitik und orientiert sich nicht an einem Vergleichsindex. Die Vermögenswerte werden diskretionär ausgewählt und der Ermessensspielraum der Verwaltungsgesellschaft ist nicht eingeschränkt.
Weitere Ausführungen zur nachhaltigen Ausrichtung des ERSTE GREEN INVEST sowie zu den Angaben gemäß Offenlegungs-Verordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) und Taxonomie-Verordnung (Verordnung (EU) 2020/852) sind dem aktuellen Prospekt, Punkt 12 und Anhang „Nachhaltigkeitsgrundsätze“ zu entnehmen. Bei der Entscheidung, in den ERSTE GREEN INVEST zu investieren, sollten alle Eigenschaften oder Ziele des ERSTE GREEN INVEST berücksichtigt werden, wie sie in den Fondsdokumenten beschrieben sind.
Wichtige rechtliche Hinweise
Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW-Fonds oder „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ des Alternative Investment Fonds und das Basisinformationsblatt (BIB), bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Sofern nicht anders angegeben, Datenquelle Erste Asset Management GmbH. Unsere Kommunikationssprachen sind Deutsch und Englisch.
Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und veröffentlicht. Für die von der Erste Asset Management GmbH verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt.
Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ sowie das Basisinformationsblatt sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com jeweils in der Rubrik Pflichtveröffentlichungen abrufbar und stehen dem/der interessierten Anleger:in kostenlos am Sitz der jeweiligen Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der jeweiligen Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts, die Sprachen, in denen der Prospekt bzw. die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ und das Basisinformationsblatt erhältlich sind, sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente, sind auf der Homepage www.erste-am.com ersichtlich. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte ist in deutscher und englischer Sprache auf der Homepage www.erste-am.com/investor-rights abrufbar sowie bei der Verwaltungsgesellschaft erhältlich.
Die Verwaltungsgesellschaft kann beschließen, die Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb von Anteilscheinen im Ausland getroffen hat, unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben wieder aufzuheben.
Umfassende Informationen zu den, mit der Veranlagung möglicherweise verbundenen Risiken sind dem Prospekt bzw. „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ des jeweiligen Fonds zu entnehmen. Ist die Fondswährung eine andere Währung als die Heimatwährung des/der Anleger:in, so können Änderungen des entsprechenden Wechselkurses den Wert der Anlage sowie die Höhe der im Fonds anfallenden Kosten - umgerechnet in die Heimatwährung - positiv oder negativ beeinflussen.
Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse unserer Anleger:innen hinsichtlich des Ertrags, steuerlicher Situation oder Risikobereitschaft. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.
Der öffentliche Vertrieb von Anteilen der genannten Fonds in Deutschland wurde gemäß Deutsches Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bonn, angezeigt. Die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen sowie die Durchführung von Zahlungen an die Anteilinhaber:innen wurde der Depotbank/Verwahrstelle des Fonds, der Erste Group Bank AG, Am Belvedere 1, 1100 Wien, Österreich übertragen. Rücknahmeanträge können die Anleger:innen bei ihrer jeweils depotführenden Stelle einreichen, die diese über den banküblichen Abwicklungsweg an die Depotbank/Verwahrstelle des Fonds zur Ausführung weiterleitet. Sämtliche Zahlungen an die Anleger:innen werden ebenfalls über den banküblichen Verrechnungsweg mit der jeweiligen depotführenden Stelle der Anleger:innen abgewickelt. Die Ausgabe- und Rücknahmepreise der Anteile werden in Deutschland in elektronischer Form auf der Internetseite unter www.erste-am.com (sowie zusätzlich unter www.fundinfo.com) veröffentlicht. Etwaige sonstige Informationen an die Anteilinhaber:innen werden im „Bundesanzeiger“, Köln, veröffentlicht.