US-Studie und WSJ-Bericht Forscher warnen vor großer Ungleichheit beim Bitcoin-Vermögen

Kontraste in New York

Kontraste in New York: Die Vermögensungleichheit in der Gesellschaft ist auch in den USA ein Thema. Das Bitcoin-Vermögen ist laut einer Studie ebenfalls sehr ungleich verteilt. Foto: Pixabay

Ein Bruchteil von 0,01 Prozent der Bitcoin-Besitzer hält rund 27 Prozent des gesamten Bitcoin-Vermögens. Das berichtet das Wall Street Journal (Bezahlschranke) und beruft sich auf eine Studie des National Bureau of Economic Research aus den USA.

In der Studie verweisen die Wissenschaftler Igor Makarov und Antoinette Schoar darauf, dass das Bitcoin-Vermögen äußert konzentriert ist. So halten die 1.000 größten Investoren rund 3 Millionen Bitcoins – die zum Stichdatum 21. Dezember 2021 umgerechnet einem Wert von 129 Millionen Euro entsprechen. Die 10.000 größten Bitcoin-Besitzer halten wiederum 5 Millionen Bitcoins und damit etwa 215 Millionen Euro – daraus ergibt sich bei etwas über 100 Millionen Bitcoin-Besitzern das Zahlenspiel des Wall Street Journals.

Der Bitcoin birgt systemische Risiken

Einen weiteren Vergleich zieht die US-Zeitschrift darüber hinaus zum Dollarvermögen, bei dem die Kapitalkonzentration demnach nicht so hoch sei. Die größten Bitcoin-Inhaber halten demnach einen größeren Vermögensanteil an der Kryptowährung als die wohlhabendsten amerikanischen Haushalte in Dollar am Gesamtvermögen halten. Kritik an der Aussage kam aus der Krypto-Branche: Schließlich würden viele Intermediäre Bitcoins im Namen von Kunden halten.

Laut der Studie entfallen sogar rund 90 Prozent der Handelsaktivitäten auf Prozesse, die rein ökonomisch nicht bedeutsam sind. Die Forscher verweisen deshalb auf die Gefahren, die von der hohen Konzentration beim Bitcoin-Vermögen ausgeht. Zum einen berge sie ein systemisches Risiko in sich und zum anderen würden auch zukünftige Wertgewinne auf nur wenige Bitcoin-Investoren entfallen.