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Trotz Niedrigzinsen Warum Anleihen weiterhin ins Portfolio gehören

Berliner Regierungsviertel

Berliner Regierungsviertel: Die Renditen bonitätsstarker festverzinslicher Wertpapiere wie deutscher Bundesanleihen sind auf einem historischen Tief. Dennoch kann ihre Beimischung im Depot sinnvoll sein. Foto: imago images / Michael Kneffel

Gurpreet Gill, Goldman Sachs Asset Management

In den vergangenen zwei Jahrzehnten kannten die Zinsen meist nur eine Richtung: abwärts. Aktuell befinden sie sich auf einem historischen Tiefstand. „Selbst mit dem Anstieg der langfristigen Zinssätze im Jahr 2021 ist deren Niveau immer noch niedriger als jemals vor der Coronavirus-Pandemie“, sagt Gurpreet Gill, Macro Strategist, Global Fixed Income, bei Goldman Sachs Asset Management. Das stellt Anleger vor eine schwierige Frage: Gehören hochwertige Anleihen weiterhin ins Depot? „Wir sind der Meinung, dass trotz des aktuellen Umfelds Zinsengagements immer noch eine wertvolle Rolle in Portfolios spielen. Genauer gesagt sollten Anleger selbst in einem Umfeld steigender Zinsen eine Allokation in qualitativ hochwertigen Anleihen in Betracht ziehen“, betont Gill. Denn aufgrund der höheren Sharpe Ratio der Anlageklasse sowie ihrer Diversifizierungsvorteile können sie auch bei niedrigen und steigenden Renditen Wert schaffen.

Positive Renditen weiterhin möglich

„Anleihen können eine Reihe von Funktionen in einem Portfolio einnehmen“, erläutert die Anleihe-Expertin. Sie gelten als „sicherer Hafen“ und als Diversifikator für risikoreichere Investitionen wie Aktien. Mit festen Zahlungen und Laufzeiten können sie eine beständige Einkommensquelle darstellen. Darüber hinaus nutzen Investoren Anleihen zur Absicherung ihrer Verbindlichkeiten und als Liquiditätsquelle.

Für die Betrachtung von Anleihen in einem breiteren Portfoliokontext ist es sinnvoll, sich noch einmal die Komponenten vor Augen zu führen, die ihre Rendite ausmachen. Es ist eine Kombination aus drei Hauptfaktoren:

Carry: Dabei handelt es sich um die Überrendite einer Anleihe gegenüber Bargeld. Dies ist eine statische Zahl, die von einer konstanten Rendite ausgeht

Roll-Down: Der Rückgang der Rendite und der entsprechende Anstieg des Kurses, wenn die Laufzeit einer Anleihe von Jahr zu Jahr abnimmt

Duration: Der Kursgewinn oder -verlust, der sich aus Änderungen der Anleiherenditen ergibt

Bei Renditen auf dem heutigen Ausgangsniveau wird es für festverzinsliche Anlagen wahrscheinlich schwierig sein, ihre historischen Renditen zu erwirtschaften. „Dennoch haben qualitativ hochwertige Anleihen das Potenzial, in den kommenden fünf bis zehn Jahren bescheidene positive Renditen zu erzielen“, prognostiziert Gill. Denn: Trotz niedriger oder negativer Anfangsrenditen und der Gefahr steigender Zinsen sollten Carry und Roll-Down eine relativ beständige Rendite ermöglichen. „Während steigende Zinsen kurzfristig zu Kursrückgängen führen, bieten sie wiederum die Möglichkeit, ab diesem Zeitpunkt höhere Renditen zu generieren.“

Anleger sollten nicht komplett auf Anleihen verzichten

Für Investoren, die bonitätsstarke Anleihen in erster Linie als Renditequelle und zur Diversifizierung ihres Portfolios nutzen, stellen diese aktuell wahrscheinlich eine Herausforderung für das Erreichen ihrer Renditeziele dar. Daher kann es verlockend sein, ganz auf sie zu verzichten. „Wie wir jedoch erläutert haben, bietet die Beibehaltung einer Allokation in qualitativ hochwertige festverzinsliche Wertpapiere Vorteile“, so Gill. Daher ist er weiterhin der Ansicht, dass Investoren ein gewisses Engagement in Erwägung ziehen sollten. „Wir würden jedoch vorschlagen, dass sie ihr entsprechendes Engagement überprüfen, da sich die Duration für festverzinsliche Anlagen in den vergangenen Jahren allgemein verlängert hat.“ Darüber hinaus könnten Anleger den Einsatz von Derivaten in Betracht ziehen, um an Zinsänderungen teilzuhaben, so dass ein größerer Teil des Portfolios in renditeträchtigere Vermögenswerte investiert werden kann.

Trotz Niedrigzinsen bieten Anleihen Vorteile

Die Experten von Goldman Sachs Asset Management rechnen zwar mit anhaltender Unterstützung bei den langfristigen Zinsen, sind aber der Ansicht, dass die Verpflichtung der Fed zu niedrigen Leitzinsen das Aufwärtspotenzial begrenzt. Selbst in einem Umfeld steigender Zinsen biete der Besitz von festverzinslichen Wertpapieren immer noch Vorteile. „Wir gehen davon aus, dass bonitätsstarke Anleihen weiterhin Diversifikationsvorteile bieten. Außerdem dienen sie aus unserer Sicht auch als Liquiditätsquelle, Absicherung von Verbindlichkeiten und Stabilitätsanker in Zeiten hoher Schwankungen“, fasst Gurpreet Gill zusammen.

Die gesamte englischsprachige Studie erhalten Sie von Ihrem Ansprechpartner bei Goldman Sachs Asset Management.

Wichtige Informationen:

Bei diesem Dokument handelt es sich um Finanzwerbung, die von der Goldman Sachs Bank Europe SE („GSBE“), unter anderem über ihre zugelassenen Filialen, verbreitet wird. GSBE ist ein in Deutschland ansässiges Kreditinstitut und steht innerhalb des einheitlichen Aufsichtsmechanismus, der von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, deren amtliche Währung der Euro ist, eingeführt wurde, unter der direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank und in anderer Hinsicht unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank.

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