Rückblick-Analyse 2020 Währungsabsicherung und Zinsrisiken belohnen Euro-Anleger

Einzahlen von Euro-Banknoten am Geldautomat

Einzahlen von Euro-Banknoten am Geldautomat: Der Euro befindet sich im Aufwind. 2020 wertete die Gemeinschaftswährung gegenüber den meisten Leitwährungen auf. Foto: imago images / Eibner

PPC Metrics hat das Anlagejahr 2020 unter die Lupe genommen und analysiert, welche Anlageentscheide sich für Anleger aus dem Euro-Raum besonders auf die Performance von Portfolios ausgewirkt haben. Die wichtigsten Ergebnisse des Research Papers:

Während globale Aktienanlagen 2020 relativ hohe positive Renditen auswiesen, verzeichneten Aktien aus dem Euro-Raum leicht negative Renditen. Euro-Anleihen und währungsgesicherte Fremdwährungsanleihen wiesen tiefere aber ebenfalls positive Renditen auf. Bei alternativen Anlagen war die Rendite breit gestreut, übertraf aber nur vereinzelt traditionelle Anlagen.

Indexierte Entwicklung der FTSE Germany GBI Laufzeitensegmente, Berechnungen PPC Metrics; Datenquelle: Bloomberg

Dank der expansiven Geldpolitik wurde das Eingehen von Zinsrisiken, also das Setzen auf Anleihen mit langen Laufzeiten, mit einer Mehrrendite entschädigt. Die Renditen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen beispielsweise sind im Jahresverlauf um 35 Basispunkte tiefer in die Negativzone gerutscht. Ebenso wurde das Eingehen von Kreditrisiken belohnt.

Der Euro wertete gegenüber den meisten internationalen Leitwährungen auf, wodurch eine Währungsabsicherung einen relativ starken positiven Einfluss auf die erzielte Rendite hatte.

Indexierte Entwicklung der WM/Reuters Kurse, Berechnungen PPCmetrics; Datenquelle: Bloomberg

In Schwellenländern wiesen Aktien leicht höhere Renditen als Aktien aus entwickelten Ländern aus. Bei den Anleihen erzielten in US-Dollar denominierte Papiere positive, aber leicht tiefere Renditen als Anleihen aus Industrieländern. Lokalwährungsanleihen brachten Verluste.

Eine Beimischung von Small Caps führte bei globalen Aktien lediglich zu einer marginal höheren Rendite gegenüber Large Caps. Im Euroraum hingegen zeigte ein Small-Cap-Investment, vor allem im vierten Quartal, eine deutlich stärkere Outperformance.

Alternative Anlagen im Bereich der Nominalwerte erzielten durchweg positive Renditen. Es übertrafen aber nur inflationsgebundene Anleihen die Renditen von traditionellen Nominalwerten. Bei alternativen Sachwerten verzeichneten mehrere Kategorien im Jahr 2020 negative Renditen. Lediglich Goldanlagen brachten mehr als globale Aktien.

 Zum vollständigen Research-Bericht gelangen Sie hier.