Vorstandsvorsitzender Wolfgang Leoni „Der Umbau von Sal. Oppenheim ist abgeschlossen“

Füllt bei Sal. Oppenheim die Doppelrolle des Vorstandsvorsitzenden und Investmentchefs aus: Leoni Wolfgang

Füllt bei Sal. Oppenheim die Doppelrolle des Vorstandsvorsitzenden und Investmentchefs aus: Leoni Wolfgang

Wolfgang Leoni ist seit 2009 im Vorstand bei der Privatbank Sal. Oppenheim, seit April 2013 sogar deren Vorsitzender. Ursprünglich war er bei der Kölner Bank jedoch Investmentchef – und ist dies heute immer noch. Ein Mann der Märkte also. Und das ist nicht das Schlechteste, konzentriert sich die Deutsche-Bank-Tochter heute im Wesentlichen auf das Portfoliomanagement für institutionelle und private Kunden.

Vorausgegangen war eine Umbruchphase. „Diese ist abgeschlossen, das heißt, wir sind nicht mehr so sehr mit uns selbst beschäftigt“, erklärt Leoni gegenüber der Börsen-Zeitung. Das Geschäftsmodell basiert heute auf besagter Vermögensverwaltung. Back-Office-Tätigkeiten, IT oder Kontoführung hingegen wurden in großen Teilen an die Muttergesellschaft Deutsche Bank verlagert.

Dass der Umbau nicht einfach war, gibt der Vorstandsvorsitzende der Kölner Privatbank zu: „Wir haben im vergangenen Jahr 330 Stellen reduziert. Heute arbeiten noch 500 Mitarbeiter für die Bank, wenn man den Luxemburger Standort mitrechnet.“ Damit fühlt sich der 57-Jährige gut im Markt positioniert. Man habe eine tragfähige Größe erreicht. Der Fokus des Geschäftsmodells könne durchaus Signalfunktion für andere Privatbanken haben.

Kundenseitig liegt der künftige Fokus der Privatbank Sal. Oppenheim auf solchen, die über ein liquides Vermögen von mindestens 25 Millionen Euro verfügen. Strategische Kunden nennt die Bank diese. Ohnehin würden viele Leistungen, die man anbiete, ein Kundenvermögen im niedrigen einstelligen Millionenbereich erfordern.

Nach dem Umbruch folgt für Leoni nun der Aufbruch: „Unser primäres Ziel ist jetzt Wachstum. Wir wollen Marktanteile gewinnen und im Kerngeschäft nachhaltige Profitabilität zeigen.“