Vorstand Kundenbetreuung Udo Kröger verlässt Merck Finck Privatbankiers

Vorstand Udo Kröger (l.) verlässt Merck Finck Privatbankiers. Vorstandsvorsitzender Matthias Schellenberg übernimmt seine Aufgaben

Vorstand Udo Kröger (l.) verlässt Merck Finck Privatbankiers. Vorstandsvorsitzender Matthias Schellenberg übernimmt seine Aufgaben

Vorstand Udo Kröger hat die Privatbank Merck Finck verlassen. Im Führungsgremium war er für die Kundenbetreuung zuständig und leitete in der jüngst eingeführten Regionalstruktur kommissarisch das Gebiet Westfalen-Ruhr mit der Niederlassung Essen und Münster sowie die dazugehörige Dependance Lingen. Kröger und Merck Finck Privatbankiers gehen im gegenseitigem Einvernehmen auseinander, wie es von der Bank heißt. Von seinen Aufgaben hat ihn der Aufsichtsrat bereits seit Anfang April entbunden, offiziell geht er zum 30. September.

Bei Merck Finck Privatbankiers übernahm Kröger im Oktober 2007 erste Führungsverantwortung. Seit Anfang 2014 leitete er die Kundenbetreuung. 2015 wurde der 46-Jährige dann zum persönlichen haftenden Gesellschafter der damaligen Merck, Finck & Co, die sich im September 2016 von einer Kommandit- zu einer Aktiengesellschaft wandelte. Aus den Gesellschaftern wurden damals Vorstände.

Den bisherigen Verantwortungsbereich von Kröger übernimmt bis auf weiteres Matthias Schellenberg, der im November vergangenen Jahres von der UBS zu Merck Finck Privatbankiers wechselte und seitdem Vorstandsvorsitzender der Münchner ist. Zuvor hatte Vorstand Thilo Wendenburg das Bankhaus verlassen.

Der 52-jährige Schellenberg verantwortet die Bereiche Chief Investment Office, Global Markets, Leistungsangebot, Personal und allgemeine Verwaltung, Marketing und Kommunikation sowie das Projekt Management Office und neuerdings die Kundenbetreuung. Sein Stellvertreter Michael Krume kümmert sich um den Bereich Recht und die UHNW-Kunden (Ultra High Net Worth). Vorstand Joachim Gorny ist hingegen für Finanzen, Risikomanagement, Marktfolge, IT und das Facility Management zuständig. Ob der Vorstand perspektivisch wieder auf vier Mitglieder anwachsen soll, ist zunächst offen.

Die Münchner Privatbank verwaltet laut eigenen Angaben rund 10 Milliarden Euro an Kundengeldern. Die rund 300 Mitarbeiter verteilen sich über 15 Standorte in Deutschland. Merck Finck ist Tochter der Privatbankengruppe KBL European Private Bankers (KBL epb) in Luxemburg.