Vor Parkettdebüt der DWS Deutsche Bank will im britischen Fondsgeschäft zukaufen

Filiale der Deutschen Bank: Das Institut soll sich offenbar derzeit nach Kaufgelegenheiten im Vereinigten Königreich umschauen, um ihre Fondstochter DWS vor dem anstehenden Börsengang stärker aufzustellen. | © Getty Images

Filiale der Deutschen Bank: Das Institut soll sich offenbar derzeit nach Kaufgelegenheiten im Vereinigten Königreich umschauen, um ihre Fondstochter DWS vor dem anstehenden Börsengang stärker aufzustellen. Foto: Getty Images

Die Deutsche Bank sucht offenbar für die Deutsche Asset Management derzeit nach einem Zukauf im britischen Fondsmarkt, heißt es nach Informationen der Börsen-Zeitung. Demnach soll es sich um eine kleinere Transaktion handeln, um im Fondsgeschäft in Großbritannien wieder präsenter zu sein. Hier besteht laut Bericht seit 2005 eine Lücke, als man frühere Aktivitäten an die Gesellschaft Aberdeen abgab. Die Deutsche Bank wollte auf Anfrage der Zeitung dazu gestern keine Stellung beziehen.

Die Fondstochter der Deutschen Bank soll unter der Traditionsmarke DWS – die kürzlich als einheitliche globale Dachmarke wieder eingeführt wurde – noch im ersten Quartal 2018 an die Börse gebracht werden. Derzeit befinde man sich auf Roadshow, um potentielle Investoren anzuwerben. Vor diesem Hintergrund spekuliert die „Börsen-Zeitung“, dass die Aussichten auf einen Zukauf in Großbritannien – das als europäischer Fondsstandort trotz Brexit global weiterhin eine zentrale Rolle spielt – für gute Stimmung unter potentiellen Investoren auf der aktuellen Werbetour sorgen könnte. Zudem soll die Deutsche Asset Management noch vor dem Börsengang in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) umgewandelt werden.