Megatrend Vontobel bringt Smart-Healthcare-Zertifikat

Zwei Ärzte besprechen digitalisierte Röntgenbilder

Zwei Ärzte besprechen digitalisierte Röntgenbilder: Künftig wird die künstliche Intelligenz bereits eine erste Analyse liefern Foto: Imago Images / Westend61

Digitalisierung oder das Internet der Dinge (Internet of Thing, IoT), Big Data und Künstliche Intelligenz (KI) werden zunehmend dafür eingesetzt Krankheiten zu erkennen und besser zu behandeln. Schnelle Datennetze machen die Kommunikation von Diagnostik, Maschinen und Robotern in Echtzeit auch im Krankenhaussektor möglich.

Mitte September 2020 gab das Unternehmen Fitbit beispielsweise bekannt, sowohl in den USA als auch in der EU die behördliche Genehmigung für seine EKG-App zur Beurteilung des Herzrhythmus bei Vorhofflimmern erhalten zu haben. Laut Angaben des Spezialisten für Smartwatches und Fitness-Tracker seien weltweit mehr als 33 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Eine frühzeitige Erkennung eines unregelmäßigen Herzrhythmus ist besonders wichtig, da dieser beispielsweise für ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall spricht.

Ähnliche Genehmigungen erhielten unlängst auch Apples Apps zur EKG-Aufzeichnung und Überwachung auf Vorhofflimmern. Darüber hinaus wartet die im Herbst 2020 vorgestellte Apple Watch Series 6 mit einer revolutionären Funktion zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut auf. Das passende Betriebssystem Watch OS 7 bringt zudem eine Schlaferfassung. Die medizinischen Anwendungen dürften weiter rasant zunehmen, auch wenn es manches Mal gespenstisch ist.

Ein absehbarer Strukturtrend

Und nicht nur bei der Gesundheitsvorsorge und im Fitnessbereich, auch die demografische Entwickelung ist ein weites Feld für Smart Healthcare, der Digitalisierung des Gesundheitssektors: Gemäß der Abteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UN DESA, United Nations Department of Economic and Social Affairs) wird geschätzt, dass die Weltbevölkerung von aktuell knapp 8,0 Milliarden Menschen auf etwa 10,2 Milliarden im Jahr 2060 ansteigen könnte. Gleichzeitig sorgen Trends wie der medizinische Fortschritt, eine gesündere Ernährung, der wirtschaftliche Aufstieg der Schwellenländer oder ein größeres Gesundheitsbewusstsein dafür, dass die Menschen immer älter werden – und lässt auch die Kosten steigen. Digitalisierung kann helfen bestehende Strukturen effizienter zu nutzen.

Das gilt auch für das bestehende Hausärzte-Netz: Dank Telemedizin, könnte eine räumliche Trennung zwischen Patienten und Ärzten kein Hindernis mehr darstellen. Die Patienten können von ihren Ärzten mithilfe von Videokonferenzen selbst in den entlegensten Gegenden erreicht werden, was auch für die Gesundheitsversorgung in Schwellenländern zur Chance werden kann.

Smart Healthcare bietet nicht nur eine kostengünstige Möglichkeit, die Bedürfnisse der Patienten zu erfüllen und den Druck auf die Gesundheitssysteme zu verringern, Smart Healthcare kann auch den Versicherungsgesellschaften dienen. Versicherungsriesen wie Axa oder Allianz investieren in aufstrebende Start-ups, die die Branche mit innovativen Ideen aufmischen. Insurtech-Unternehmen wie Oscar Health, Bright Health oder Clover Health haben es sich in den USA zur Aufgabe gemacht, dass ineffiziente und komplizierte US-Gesundheitssystem für Patienten zugänglicher und intuitiver zu gestalten.

Neben der Versicherungsbranche haben Unternehmen aus vielen anderen Industrien die sich bietenden Möglichkeiten im Bereich Smart Healthcare erkannt. Zu den offensichtlichen Profiteuren dieses Trends gehören Unternehmen wie Apple oder Xiaomi. Schließlich stellen diese die für die Messung verschiedener Körperwerte benötigten Smartwatches und Fitness-Tracker zur Verfügung. Gleichzeitig bietet sich Datenanalysefirmen ein immer breiteres Betätigungsfeld.

Die Investment-Seite

Smart Healthcare ist außerdem auch in der Pharma- und Biotech-Industrie im Einsatz. Technologie hilft in diesem Bereich bei der schnelleren Erforschung neuartiger Wirkstoffe und bei der effizienteren Gestaltung klinischer Studien. Auch Medizintechnikkonzerne wie Philips oder der Herzschrittmacher-Spezialist Medtronic sind von der Partie.

Das Potenzial von Smart Healthcare schafft auch für Anleger Chancen: Vontobel hat deshalb ein Endlos-Partizipationszertifikat auf den Vontobel Smart Healthcare Index aufgelegt (ISIN: DE000VP9VJW7). Im aktiv verwalteten Index sind Unternehmen aus den verschiedensten Sektoren wie der Informationstechnologie oder dem Gesundheitswesen enthalten. Vontobel-Spezialisten analysieren Unternehmen und nimmt die erfolgversprechendsten Titel in den Index auf. Der Index wird als Performance-Index berechnet, das heißt, Dividenden werden netto reinvestiert.