Von einem Family Office BVK kauft Schweizer Einzelhandelsimmobilien

Ein Mann schwenkt beim Alphorn-Festival in Nendaz die Schweizer Flagge: Die Bayerische Versorgungskammer investiert erstmals mit Hilfe von Universal-Investment in dieser Alpenrepublik.  | © Getty Images

Ein Mann schwenkt beim Alphorn-Festival in Nendaz die Schweizer Flagge: Die Bayerische Versorgungskammer investiert erstmals mit Hilfe von Universal-Investment in dieser Alpenrepublik. Foto: Getty Images

Nachdem die Bayerische Versorgungskammer in diesem Jahr bereits zahlreiche Immobilien im In- und Ausland erworben hat, angelt sich die größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands nun mit Hilfe der Fondsgesellschaft Universal-Investment ein Portfolio mit Einzelhandelsimmobilien in der Schweiz. Für die BVK, die Kapitalanlagevolumen im Buchwert von zirka 77 Milliarden Euro verwaltet, ist es das erste Investment über Universal-Investment in der Alpenrepublik. 

Verkäufer des Portfolios, das aus 14 Objekten besteht, ist ein Family Office. Käuferin ist der Immobilien-Spezialfonds „Retail Parks Österreich/Schweiz“. Dabei handelt es sich um einen Investmentfonds, der Anfang 2018 auf der Luxemburger Plattform für alternative Investmentfonds von Universal-Investment für die Bayerische Versorgungskammer als Reserved Alternative Investment Fund (RAIF) aufgelegt wurde.

Zu dem Fonds gehören inzwischen 28 Objekte mit einer Mietfläche von über 150.000 Quadratmetern. Der Bereichsleiter Immobilien-Management bei der Bayerischen Versorgungskammer, Norman Fackelmann, kommentiert: „Wir freuen uns über den Markteintritt in der Schweiz und planen, die Standorte in enger Zusammenarbeit mit den Mietern langfristig zu führen.“

Die Transaktion wurde von der Fondsgesellschaft Schroder Real Estate in der Funktion als Anlageberater und Asset Manager arrangiert. Das Portfolio wird langfristig durch UBS Schweiz finanziert. 

Die Manager des Investmentfonds der Bayerischen Versorgungskammer investieren bevorzugt in schweizerische und österreichische Einzelhandelsobjekte, die vor allem der Nah- und Grundversorgung des relevanten Einzugsgebietes dienen. Über das Transaktionsvolumen haben die beteiligten Parteien Vertraulichkeit vereinbart. 

Hintergrund 

Das luxemburgische Parlament hat im Juli 2016 das Gesetz über das Anlagevehikel „Reserved Alternative Investment Fund“ (RAIF) verabschiedet. Damit schufen die Parlamentarier eine neue Anlageform eines Alternativen Investmentfonds (AIF). Das Fondsvehikel aus Luxemburg vereint nach Einschätzung der Kapitalverwaltungsgesellschaft Bayern-Invest die Vorteile des Spezialfondsgesetzes vom 13. Februar 2007 mit den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen des AIFMD-Gesetzes vom 13. Juli 2013.