Christian Gärtner verantwortet bereits seit Mai 2025 die Entwicklung der Anlagestrategie der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Er berichtet in seiner Funktion direkt an Michael Leinwand, den Finanzvorstand der VBL. Gärtner folgt auf Sandro Doudin, der die Abteilung seit ihrer Anfangszeit im Jahr 2021 leitete und im vergangenen Juli zu Publica wechselte, der Schweizer Pensionskasse des Bundes.
In seiner Funktion hat Gärtner breite Strategieverantwortung für liquide und illiquide Assets inklusive Immobilien. Er verantwortet die Teams für die Entwicklung der Anlage- und der Nachhaltigkeitsstrategie, des Kapitalanlagencontrollings und der Business Insights. Ebenfalls in der Entwicklung der Anlagestrategie verankert ist die Asset Manager Selektion.
15 Mitarbeitende in der Abteilung
Die Abteilung Anlagestrategie Entwicklung umfasst 15 Mitarbeitende und befindet sich weiterhin im Aufbau. Sie gliedert sich in die Referate Asset Liability Management & Strategische Asset Allokation, Nachhaltige Kapitalanlage, Corporate Social Responsibility, Kapitalanlagencontrolling, Business Insights sowie Asset Manager Selektion.
„Ich freue mich, einen Beitrag zu einer sicheren und verantwortungsvollen Finanzierung der Renten unserer Versicherten leisten zu können", sagt Gärtner.
Ziele und Handlungsschwerpunkte der Kapitalanlagenentwicklung 2026
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Christian Gärtner verantwortet bereits seit Mai 2025 die Entwicklung der Anlagestrategie der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Er berichtet in seiner Funktion direkt an Michael Leinwand, den Finanzvorstand der VBL. Gärtner folgt auf Sandro Doudin, der die Abteilung seit ihrer Anfangszeit im Jahr 2021 leitete und im vergangenen Juli zu Publica wechselte, der Schweizer Pensionskasse des Bundes.
In seiner Funktion hat Gärtner breite Strategieverantwortung für liquide und illiquide Assets inklusive Immobilien. Er verantwortet die Teams für die Entwicklung der Anlage- und der Nachhaltigkeitsstrategie, des Kapitalanlagencontrollings und der Business Insights. Ebenfalls in der Entwicklung der Anlagestrategie verankert ist die Asset Manager Selektion.
15 Mitarbeitende in der Abteilung
Die Abteilung Anlagestrategie Entwicklung umfasst 15 Mitarbeitende und befindet sich weiterhin im Aufbau. Sie gliedert sich in die Referate Asset Liability Management & Strategische Asset Allokation, Nachhaltige Kapitalanlage, Corporate Social Responsibility, Kapitalanlagencontrolling, Business Insights sowie Asset Manager Selektion.
„Ich freue mich, einen Beitrag zu einer sicheren und verantwortungsvollen Finanzierung der Renten unserer Versicherten leisten zu können", sagt Gärtner.
Ziele und Handlungsschwerpunkte der Kapitalanlagenentwicklung 2026
- Teamaufbau nach Umstrukturierung
Für seine Teams fungiert Gärtner als Coach, um gemeinsam ein optimales Ergebnis zu erzielen. Sein Ziel ist, mittel- und langfristig ein professionelles und vielfältiges Team für die Strategische Asset Allokation weiter zu entwickeln. „Ich habe das Glück, mit sehr professionellen und sympathischen Menschen zusammenzuarbeiten. Insbesondere durch eine sinnvolle Telearbeitsregelung gelingt es der VBL, Talente und Professionals aus ganz Deutschland an Bord zu holen. Das war auch für mich ein Pluspunkt." Laut Gärtner werden weitere Mitarbeiter gesucht.
- Asset Liability Management & SAA
Die SAA ist eine Teamentscheidung in einem klar strukturierten, nachvollziehbaren Prozess, der auf einer detaillierten Datenbasis fundiert.
In die Überlegungen zur SAA kann Gärtner seine Erfahrungen der letzten 25 Jahre einbringen, zum Beispiel aus seiner Zeit auf der Sell Side, als Betreuer von institutionellen Investoren aber auch aus der Vorstandsverantwortung in einer Investmentbank. „Wir sehen uns klar als aktiver Investor, der stets auf der Suche nach Optimierungspotential sein muss."
Private Markets und Gold
Aktuell sieht Gärtner insbesondere bei den Private Markets Chancen: „Beispielsweise Private Equity und Infrastruktur wollen wir gezielt nutzen. Hierfür besteht die komfortable Situation, dass die von der Aufsicht vorgeschriebenen notwendigen Reserven vorhanden sind, um langfristige Investments tätigen zu können."
Gleichzeitig könne die VBL laut Gärtner im Rahmen ihrer aufsichtsrechtlichen Vorgaben zukunftsorientiert agieren, weshalb das Versorgungswerk beispielsweise schon seit längerem mit einer relativ hohen prozentualen Quote an Gold in Form von Exchange Traded Commodities investiert ist. „Bei Chancen am Markt bearbeitet das Team um die TAA diese Goldbestände auch aktiv", so Gärtner.
Handlungsbedarf bei Immobilien
Im Portfolio der Immobilien befinden sich noch viele traditionelle Bestände, die fast ausschließlich im Wohnungsbereich in Deutschland liegen. Daraus ergibt sich für Gärtner Handlungsbedarf, der „für die nächsten Jahre Potential für strategische Überlegungen" sieht.
Schwerpunkt Nachhaltigkeit
Ein Schwerpunkt von Gärtners Arbeit liegt in der Integration von Nachhaltigkeitskriterien in die Kapitalanlageprozesse. Laut Pressemitteilung ist das Ziel der VBL, durch nachhaltige Kapitalanlagen keine Abstriche bei der Performance zu akzeptieren und gleichzeitig die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.
„Unser Ziel war es, die CO2-Intensität unserer Aktien und Unternehmensanleihen um 25 Prozent bis Ende 2025 zu senken. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das Ziel erreicht haben", sagt Gärtner. Die entsprechenden Daten befinden sich noch in der Auswertung. Der Pfad zur Reduktion der CO2-Werte wird weiterverfolgt und hat auch in diesem Jahr ein klares Ziel.
Aktuell überarbeitet die VBL die bisherige Definition von Impact-Investments. „Unser Engagement für Vielfalt, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft weiter zu etablieren, ist eine Aufgabe, die sich durch die ganze VBL zieht", ergänzt Gärtner. Der Ausbau der nachhaltigen Geschäftstätigkeit ist neben der Entwicklung der nachhaltigen Kapitalanlage ein Schwerpunktthema im Jahr 2026.
Von Union Investment zum Versorgungswerk
Gärtner war von 2022 bis 2025 Leiter liquide Kapitalanlagen bei der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe. Von 2014 bis 2022 betreute er bei Quoniam, der quantitativen Tochter der Union Investment, institutionelle Investoren bei quantitativen Investmentlösungen. Von 2012 bis 2013 war er Vorstand der I.C.M. Investment Bank. Weitere Stationen waren SM Invest (2009 bis 2011) als Leiter Vertrieb Institutionelle Kunden sowie M.P.C. Liechtenstein (2006 bis 2008) als CEO. Von 1999 bis 2006 arbeitete er bei Union Investment als Fondsmanager für Spezialfonds.
Die VBL verwaltet derzeit rund 70 Milliarden Euro an Kapitalanlagen. Sie ist die größte Zusatzversorgungskasse des öffentlichen Dienstes in Deutschland mit rund 6,8 Millionen Versicherten und Rentenbeziehenden.