Die liechtensteinische Bank Frick evaluiert im Zuge ihrer Weiterentwicklung die Aufnahme langfristig ausgerichteter Partner oder Investoren. Wie das Institut mitteilt, soll damit die nächste Wachstumsphase eingeleitet und insbesondere das digitale B2B-Banking weiter ausgebaut werden.
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Die liechtensteinische Bank Frick evaluiert im Zuge ihrer Weiterentwicklung die Aufnahme langfristig ausgerichteter Partner oder Investoren. Wie das Institut mitteilt, soll damit die nächste Wachstumsphase eingeleitet und insbesondere das digitale B2B-Banking weiter ausgebaut werden.
Der Schritt ist bemerkenswert: Erst im Februar 2021 hatte die Kuno Frick Familienstiftung (KFS) die letzten verbliebenen Fremdanteile zurückgekauft. Damals erwarb die KFS die 35 Prozent, die der südafrikanische Zahlungsdienstleister Net1 seit 2017 und 2018 schrittweise übernommen hatte – und die Familie hielt erstmals wieder alle Aktien der Privatbank. Verwaltungsratspräsident Mario Frick hatte den Rückkauf seinerzeit als Bekenntnis zur langfristigen Eigentümerstrategie bezeichnet.
Bedingungen für Partnerschaft
Nun, vier Jahre später, öffnet sich die Bank erneut für externe Kapitalgeber. Neben Minderheitsbeteiligungen schliesst Bank Frick bei passendem strategischen Fit auch eine Mehrheitsbeteiligung nicht aus. Bedingung für jede Partnerschaft seien jedoch der Erhalt des Standorts Liechtenstein sowie der bestehenden Belegschaft. Die Beratungsgesellschaft PWC begleitet den Prozess, der nach Angaben der Bank ohne Zeitdruck geführt wird.
Bei der Partnersuche stehen laut Bank Frick der strategische Fit, relevantes Know-how sowie Standort- und Marktzugang im Mittelpunkt. Je nach Partnerschaftsmodell könne auch zusätzliches Kapital Teil der Vereinbarung sein. Der laufende Geschäftsbetrieb bleibe davon unberührt.
Der Wachstumsanspruch der Bank zeigt sich auch andernorts: Anfang 2026 vergab Bank Frick den Architekturauftrag für einen neuen Campus in Unterbendern – ein Holzkomplex aus drei Gebäuden mit rund 700 Arbeitsplätzen, von denen ein Teil an Dritte vermietet werden soll. Derzeit beschäftigt die 1998 gegründete Bank rund 300 Mitarbeiter; der Umzug ist für 2031 geplant. Das verwaltete Vermögen beläuft sich auf 5,6 Milliarden Schweizer Franken.
Bank Frick positioniert sich als Pionierin im Blockchain Banking und versteht ihre B2B-Plattform als Brücke zwischen digitalen Vermögenswerten und dem klassischen Bankgeschäft. Das Institut hat zuletzt seine internationale Präsenz ausgebaut: Ende 2025 erhielt es von der Dubai Financial Services Authority (DFSA) eine Lizenz und eröffnete einen Standort in Dubai. Anfang 2026 folgte die Micar-Zulassung durch die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA), die es der Bank ermöglicht, regulierte Produkte und Dienstleistungen in allen 30 EWR-Staaten anzubieten. Zu den Kunden zählen Family Offices, Pensionskassen, Treuhandgesellschaften und Fintechs.