La Banque Postale plant die Fusion ihrer beiden Vermögensverwaltungstöchter LBP AM und La Financière de l'Échiquier (LFDE). Das neu entstehende Unternehmen soll unter dem Namen LFDE Investment Managers (LFDE IM) firmieren und zu einem multidisziplinären Anbieter für aktive Vermögensverwaltung ausgebaut werden.
Nach Abschluss der Transaktion wird LFDE IM zu 75 Prozent im Besitz von La Banque Postale und zu 25 Prozent im Besitz von Aegon Asset Management stehen. Das kombinierte verwaltete Vermögen beläuft sich auf mehr als 72 Milliarden Euro, die Mitarbeiterzahl auf 370, davon 130 Anlageexperten. Das Unternehmen ist bereits in zwölf Ländern präsent (Stand: Ende April 2026).
Als zentrale Wachstumstreiber nennt La Banque Postale Private Assets, festverzinsliche Anlagestrategien sowie die internationale Expansion. LFDE IM soll Kunden sowohl börsennotierte als auch nicht börsennotierte Anlagen aus einer Hand anbieten — LFDE bringt dabei mehr als 13 Jahre Erfahrung an europäischen Private Markets mit.
LFDE war zuletzt durch die Integration von Tocqueville Finance in den Jahren 2023 und 2024 gewachsen und verwaltete per Ende April 2026 knapp 26 Milliarden Euro. LBP AM ergänzt dieses Profil mit Stärken in Zins- und Kreditstrategien, quantitativer Verwaltung sowie Multi-Asset-Lösungen.
Der Zusammenschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Arbeitnehmervertretungen, der Gesellschaftsorgane sowie der erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Er soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
LBP AM wurde von La Banque Postale (75 Prozent) und Aegon Asset Management (25 Prozent) gegründet und gliedert sich in drei Investmentsparten: European Private Markets, Multi Asset/Rates & Credit Specialties sowie Quantitative Solutions. Per Ende April 2026 belief sich das konsolidierte Vermögen der Gruppe auf knapp 72 Milliarden Euro. La Financière de l'Échiquier (LFDE) wurde 1991 gegründet und ist seit Juli 2023 eine Tochtergesellschaft von LBP AM. Das Pariser Haus verwaltet mehr als 26 Milliarden Euro und vertreibt seine Fonds neben Frankreich in den Benelux-Ländern sowie in Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz, Portugal und Spanien.