Vertrag von Arndt Hallmann nicht verlängert Umstrittener Düsseldorfer Sparkassenchef muss gehen

Der amtierende Vorstandsvorsitzende Arndt Hallmann (li.) und seine mögliche Nachfolgerin Vorstandsmitglied Karin-Brigitte Göbel

Der amtierende Vorstandsvorsitzende Arndt Hallmann (li.) und seine mögliche Nachfolgerin Vorstandsmitglied Karin-Brigitte Göbel

Der Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Düsseldorf hat mit 8:7 Stimmen den Vertrag von Vorstandschef Arndt Hallmann nicht verlängert. Die Nachfolge ist noch unklar, man werde sich zeitnah damit befassen, so das Gremium. Hallmanns Vertrag läuft im Juni kommenden Jahres aus.

Die Personalie ist ein Politikum: Wie die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet, schwelt bereits seit 2014 Streit zwischen Hallmann und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). Hintergrund ist demnach die Höhe der Gewinnabführungen der Sparkasse an die Stadt.

So habe die Sparkasse 2014 100 Millionen Euro Gewinn gemacht, davon aber nur 3 Millionen Euro abführen wollen. Hallmann habe dies damit begründet, dass sein Haus angesichts großer Risiken für den Bankensektor Rücklagen bilden müsse.

Zwar habe man sich Ende Juni dieses Jahres im Rahmen eines Kompromisses auf eine Abführung in Höhe von 25 Millionen Euro verständigt, kurz darauf habe Hallmann jedoch Klage gegen den entsprechenden Steuerbescheid der Behörden eingelegt. 

Die CDU kritisierte die Entscheidung des Verwaltungsrates und stärkte Hallmann zugleich den Rücken. Letzterer stehe für „Kompetenz, Vertrauensgewinn, Stabilität und hervorragende Jahresergebnisse“, während es Oberbürgermeister Geisel vor allem darum gehe, „frisches Geld für seinen völlig entgleisten Haushalt zu kriegen“, zitiert die „Westdeutsche Zeitung“ die Partei.

Auch die offenbar von Geisel favorisierte Nachfolgerin Hallmanns, Vorstandsmitglied Karin-Brigitte Göbel, ist nicht unumstritten: Ihr Abrücken von Hallmanns Kurs in den vergangenen Monaten soll laut Bericht bei der Belegschaft des Hauses nicht gut angekommen sein.