Das Versorgungswerk der Rechtsanwälte im Lande Nordrhein-Westfalen (VSW RAE NRW) verteilt seine hauptamtliche Geschäftsführung auf zwei Köpfe. Seit August 2026 führen Susanne Prossliner und Stefan Zajonz das Düsseldorfer Versorgungswerk per Doppelspitze. Prossliner, bislang alleinige Geschäftsführerin, ist nun Sprecherin der Geschäftsführung und verantwortet Kapitalanlagen und Personal.
Zajonz rückt aus der zweiten Reihe auf. Bislang war er einer von zwei stellvertretenden Geschäftsführern, künftig übernimmt er als Geschäftsführer den Versicherungsbetrieb und das Risikomanagement. René Looser bleibt stellvertretender Geschäftsführer und weiter ebenfalls für die Kapitalanlagen zuständig. Prossliner und Zajonz sind beide zugelassene Rechtsanwälte.
Milliardenvermögen für die Anwaltschaft in NRW
Nach eigenen Angaben ist das VSW RAE NRW – gemessen an der Mitgliederzahl – das größte Versorgungswerk für Rechtsanwälte in Deutschland. Es trägt die Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung für rund 45.000 Mitglieder und Leistungsberechtigte. Zum Jahresende 2024 lag der Buchwert der Kapitalanlagen bei knapp 11,6 Milliarden Euro, wie das Versorgungswerk anlässlich seines 40-jährigen Bestehens mitteilte. Mittlerweile soll er bei rund 14 Milliarden Euro liegen. Das Portfolio ist breit diversifiziert und stützt sich unter anderem auf Immobilien und Private Markets.
Die Vertreterversammlung wird für fünf Jahre von den Mitgliedern gewählt und besteht aus insgesamt 30 Mitgliedern, von denen jeweils ein Drittel dem Kammerbezirk Düsseldorf, Hamm und Köln angehören. Der Vorstand besteht aus sieben Mitgliedern, welche von der Vertreterversammlung für die Dauer von fünf Jahren gewählt werden. Die Geschäftsführung wird als Geschäftsstellenleitung durch Beschluss des Vorstandes durch den Präsidenten bestellt.