Verringerte Aktivität bei Vermögenskunden Deutsche Bank verzeichnet sinkende Erträge

Im Zuge der negativen Marktwahrnehmung im Oktober 2016 zogen vor allem Wealth-Management-Kunden ihr Vermögen bei der Deutschen Bank ab | © Getty Images

Im Zuge der negativen Marktwahrnehmung im Oktober 2016 zogen vor allem Wealth-Management-Kunden ihr Vermögen bei der Deutschen Bank ab Foto: Getty Images

Die Erträge der Deutschen Bank im Geschäft mit Privat-, Wealth- und Commercial Clients (PW&CC) stiegen 2016 um 3 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Im vierten Quartal verzeichnete die Bank einen Anstieg der Erträge von 27 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Insgesamt verdiente Christian Sewing, Vorstand PW&CC, 2016 in seinem Bereich vor Steuern 1,07 Milliarden Euro nach einem Verlust von 774 Millionen Euro im Vorjahr. Das ergibt eine Eigenkapitalrendite von 7,8 Prozent.

Den Angaben zufolge ist der Anstieg der Erträge beeinflusst vom Gewinn beim Verkauf der Beteiligung an der Hua Xia Bank in Höhe von 800 Millionen Euro sowie dem Verkauf der Einheit Private Client Services (PCS) im September 2016. Ohne diese beiden Einflüsse liegen die Erträge um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Deutsche Bank begründet das Ergebnis vor allem mit dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld und einer verringerten Kundenaktivität im Anlagegeschäft sowohl mit Vermögenskunden (Wealth Management) wie auch mit Privat- und Firmenkunden.

Ergebnisse im Wealth Management

Im Jahresbericht weist die Deutsche Bank für das Geschäft mit Privat-, Vermögens- und Firmenkunden nur die Ergebnisse des Wealth Management separat aus. Hier sanken für das Gesamtjahr 2016 die Erträge um 10 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Auch dies ist den Angaben zufolge durch eine geringere Aktivität der Kunden bedingt und auf eine negative Marktwahrnehmung im Binnenmarkt sowie strategische Initiativen zur Risikominderung zurückzuführen.

Die Zweifel des Marktes an der Geschäftstätigkeit der Bank im Oktober verursachten dem Bericht zufolge Nettoabflüsse in Höhe von 24 Milliarden Euro, davon überwiegend von Kunden aus dem Wealth Management.