Umfrage unter HNWIs Vermögende sorgen sich um ihre Altersvorsorge

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Umfrage unter HNWIs
Vermögende sorgen sich um ihre Altersvorsorge
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Blick auf New York und den Central Park

Blick auf New York und den Central Park: Die US-Metropole ist weltweit die Stadt mit den meisten Millionären. Laut einer Studie von Natixis IM sorgen sich auch Vermögende um ihre Altersvorsorge. Foto: imago images/Panthermedia

Auch Vermögende sorgen sich angesichts steigender Inflation und negativer Realzinsen um ihre Altersvorsorge. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Natixis Investment Managers, bei High-Net-Worth-Individuals (HNWIs), Anleger mit einem liquiden Vermögen von mindestens einer Million US-Dollar, im Fokus stehen.

HNWIs befürchten, im Ruhestand mit Ersparnissen nicht auszukommen

Rund 35 Prozent der 1.617 Befragten gaben an, dass ein Wunder geschehen müsse, damit sie einen finanziell sorgenfreien Ruhestand erleben können. Damit sind sie nur wenig optimistischer als die Anleger insgesamt (40 Prozent), die Natixis IM im Rahmen ihrer „Global Investors Survey“ in 24 Ländern befragte.

Obwohl die HNWIs planen, mit 63 Jahren relativ früh in den Ruhestand zu gehen, sagen fast sechs von zehn (58 Prozent), dass sie sich darauf einstellen, länger arbeiten zu müssen als ursprünglich geplant. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der HNWIs befürchtet, dass die unverändert niedrigen Zinsen es schwierig machen, mit den eigenen Ersparnissen ein auskömmliches Renteneinkommen zu erzielen.

 

 

Für das Auskommen im Ruhestand ist laut der Umfrage die staatliche Rente auch für Vermögende ein zentrales Thema. 31 Prozent der Befragten gab an, ohne diese Säule zu befürchten, in Engpässe zu geraten. 76 Prozent glauben zudem, dass mit steigender Staatsverschuldung auch künftig sinkende Rentenzahlungen einhergehen.

Ein Grund für die Bedenken der HNWIs könnte laut Natixis IM sein, dass die Millionengrenze nicht mehr so bedeutsam ist wie früher. Tatsächlich zeigt der World Wealth Report von Capgemini, dass sich die Zahl der Personen mit diesem Vermögensniveau weltweit von 10,9 Millionen im Jahr 2010 auf 20,8 Millionen in 2020 verdoppelt hat.