Verkauf der HSH Nordbank Chinesische HNA zieht sich aus Bieterverfahren zurück

Außenfassade der HSH Nordbank in Kiel | © Getty Images

Außenfassade der HSH Nordbank in Kiel Foto: Getty Images

Die chinesische HNA Group zieht sich aus dem Kreis der Bieter für die staatliche HSH Nordbank zurück. Das berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Nach Ausscheiden von HNA seien noch sechs Bieter einbezogen.

Medienberichten zufolge sind darunter der chinesische Versicherer Anbang sowie die US-Finanzinvestoren Apollo Global Management und Cerberus Capital Management. Sie und die weiteren Bieter würden gegenwärtig eine Due-Diligence-Prüfung durchführen, hieß es weiter. Erste Gespräche mit dem HSH-Nordbank-Management seien für diese Woche anberaumt.

Der Verkauf muss bis Februar 2018 unter Dach und Fach sein, sonst wird die Bank auf Geheiß der Europäischen Union abgewickelt. Hintergrund ist eine wiederaufgestockte Bilanzgarantie der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg aus dem Jahr 2009, die von der Europäischen Kommission als Beihilfe gewertet worden war.