Verfehlte Benchmarks, aber gleiche Gebühren Die Vermögensverwaltungen von Commerzbank, Deka & Co. im Test

Die 13. Fondsconsult Studie zur standardisierten Vermögensverwaltung

Die 13. Fondsconsult Studie zur standardisierten Vermögensverwaltung

Das Analysehaus Fondsconsult Research hat zum 13. Mal die standardisierte Vermögensverwaltung der großen Anbieter in Deutschland unter die Lupe genommen. Ergebnis: Die nach Marktanteilen führenden Häuser konnten auch in der Gesamtwertung am meisten punkten und belegen die vorderen Plätze. Spitzenreiter ist wie im Vorjahr die Commerzbank.

Getestet wurden neben der Commerzbank die Anbieter Union Investment, die Deka Bank, die DZ Privatbank, die Hypovereinsbank und die Deutsche Bank. Platzhirsche sind die drei Erstgenannten: Sie repräsentieren 87,5 Prozent des Segmentes und konnten so ihren Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant halten. Die ehemalige deutsche Private-Banking-Sparte der Credit Suisse wird seit dem Verkauf an die Bethmann Bank, eine Tochter der niederländischen ABN Amro Bank, nicht mehr getestet. Gleiches gilt für die Fürst Fugger Privatbank, die die Studie aufgrund des geringen Volumens nicht mehr berücksichtigt.


Neben den Produkten und Kosten waren die erzielten Renditen im Verhältnis zu den eingegangenen Risiken entscheidend für die Gesamtwertung. Dazu wurden die Produkte der Anbieter zunächst den Risikoklassen konservativ, ausgewogen, dynamisch und offensiv zugeordnet. Die Gesamtnote ergibt sich schließlich aus dem Durchschnitt der vom jeweiligen Anbieter in den Klassen erzielten Ergebnisse.

Testsieger über alle Kategorien ist erneut die Commerzbank mit ihrer Produktreihe Vermögensmanagement, die von Allianz GI gemanagt wird. Trotz Schwächen bei der Performance im 12-Monatsvergleich erreichte die Bank in allen vier untersuchten Anlageklassen gemessen am Risiko überdurchschnittliche Ergebnisse und kann so den ersten Platz aus dem Vorjahr verteidigen. Unterm Strich steht eine Gesamtnote von 1,3 – das einzige „sehr gut“ im Test. Obwohl der Marktanteil mit 35 Prozent nach 38,5 Prozent im Vorjahr leicht gesunken ist, behauptet die Commerzbank zugleich ihre Rolle als größter Anbieter des Sektors.

Mit einer Gesamtnote von 2,0 kommt Union Investment mit der Produktreihe Unistrategie auf den zweiten Platz. Sie erzielt in den Anlageklassen konservativ, dynamisch und offensiv sehr gute Ergebnisse, dies jedoch mit einem deutlich schwächeren Risikoprofil als die Commerzbank. Zugleich kann das Haus die Bestände mit 23 Prozent wie in den Vorjahren steigern.