Vereinfachte Freistellung Bafin-Zusage für Schweizer Privatbank steht kurz bevor

Sitz der Finanzaufsicht Bafin in Frankfurt am Main: Die Privatbank Maerki Baumann steht als nächstes Schweizer Institut kurz vor Erhalt der vereinfachten Freistellung. | © Kai Hartmann Photography / Bafin

Sitz der Finanzaufsicht Bafin in Frankfurt am Main: Die Privatbank Maerki Baumann steht als nächstes Schweizer Institut kurz vor Erhalt der vereinfachten Freistellung. Foto: Kai Hartmann Photography / Bafin

Derzeit streben fünf Schweizer Banken über die erleichterte Freistellung den Marktzugang nach Deutschland an, wie die Wirtschaftszeitung „Finanz und Wirtschaft“ berichtet. Von denen könnte die Zürcher Privatbank Maerki Baumann als zweites Schweizer Institut demnächst eine entsprechende Zusage der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) erhalten. Es wäre nach der Privatbank Reichmuth & Co das zweite eidgenössische Institut mit entsprechender Erlaubnis.

Die Institute müssen den vereinfachten Zugang bei der Bafin beantragen, vorweg aber auch von der Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) eine Aufsichtsbescheinigung einholen. Diese beweist, dass die Bank in der Schweiz über eine entsprechende Erlaubnis für die Geschäfte und Dienstleistungen verfügt, die sie in Deutschland zu erbringen beabsichtigt. Nach Informationen der Zeitung hat Maerki Baumann diese Aufsichtsbescheinigung als erstes der fünf Antragsteller bereits erhalten.

Für Maerki Baumann sei Deutschland neben der Schweiz der zweite Fokusmarkt. Nach Erhalt der Erlaubnis kann die Privatbank dann hierzulande aktiv auf deutsche Kunden zugehen, sprich ihre Berater ins Werben um Vermögensverwaltungskunden schicken.

Bereits seit Mitte 2015 können Schweizer Banken Kunden in Deutschland über die vereinfachte Freistellung aktiv aus der Schweiz heraus betreuen. Der Weg werde aber bisher noch selten gewählt.