Verändern statt weiter so
Warum der Dax bei 13.000 für Private Banker ein Problem ist
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Handlungsansätze umfassend und schnell umsetzen
Die Kombination der bekannten grundlegenden und der neuen Corona-spezifischen Veränderungen bedeutet für die Branche die Notwendigkeit, eine Reihe von kritischen Themen schnell und umfassend in Angriff zu nehmen. Hierzu gehören unter anderem:
Vorbereitung der Kunden auf „die raue See“: Überprüfung der Portfolios unter den neuen makro-ökonomischen Bedingungen, gegebenenfalls langfristige Renditeerwartung bei Renten anpassen, Verbesserungsvorschläge vorbereiten und mit dem Kunden diskutieren.
Beratung aller Assets: Aufbau von technischen Möglichkeiten und fachlichen Kompetenzen zur gesamthaften Beratung aller Assets der Kunden, das heißt inklusive illiquider Vermögenswerte wie Immobilien, die Berater typischerweise nicht betreuen. Spezifische zusätzliche Leistungsangeboten entwickeln und bepreisen
Digitalisierung von Prozessen – extern und intern: Digitalisierungsvorhaben beschleunigen, um digitales Omnikanal-Management gegenüber dem Kunden zu ermöglichen und dies intern auch digital mit flexiblen Arbeitsplatzmodell zu unterstützen.
Alle diese Veränderungen sind leistbar, wenn entsprechende Einsicht und Handlungsdruck vorhanden sind. Typischerweise ist in allen Organisationen weniger die Erkenntnis das Problem als diese in konkrete Schritte umzusetzen, trotz aller Widerstände. Der Dax bei 13.000 ist daher für Anleger sehr erfreulich, stellt aber für die Private-Banking-Branche ein zusätzliches Problem dar.
Über die Autoren: Gösta Jamin lehrt ebenfalls an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen als Professor für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre. Zudem begleitet er als Berater Banken, Fintechs und andere Finanzdienstleister bei Projekten der digitalen Transformation.
Norbert Paddags ist Geschäftsführer der Dr. Paddags Consulting, die Banken und Dienstleister in Financial Services zu allen Fragestellungen des Digital Wealth Managements berät.
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