Vedra Pensions hat die deutschen Pensionsverbindlichkeiten der Hypo Real Estate Holding übernommen. Die Transaktion erfolgte im Wege eines Pension Buy-outs.
Die HRE Holding mit Sitz in München wird seit 2009 vom Bund über den Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS) gehalten. Ihre Aufgabe besteht darin, noch bestehende Geschäfts- und Kundenbeziehungen der ehemaligen Bankenholding abzuwickeln.
Die HRE war 2008, wenige Tage nach der Pleite von Lehman Brothers, im Zuge der weltweiten Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten und musste aufgefangen werden. Sie war damals Mitglied im Deutschen Aktienindex. Ihr Finanzbedarf betrug 35 Milliarden Euro.
Rentnergesellschaft als Vehikel
Im Rahmen eines systematischen Auswahlprozesses suchte die HRE Holding eine langfristige Lösung für die betriebliche Altersversorgung ihrer Ruhegeldempfänger. Vedra übernahm eine zuvor gegründete Rentnergesellschaft, auf die die Pensionsverbindlichkeiten übertragen wurden. Mit übergegangen ist das gegenüberstehende Pensionsdeckungsvermögen samt mehrerer Rückdeckungsversicherungen, die zur Sicherung der Ansprüche abgeschlossen worden waren.
Künftig trägt Vedra alle mit den Pensionsansprüchen verbundenen Risiken und Zahlungsverpflichtungen. Die Verwaltung erfolgt innerhalb der Vedra-Gruppe, abgesichert durch eine externe Doppeltreuhand aus Verwaltungs- und Sicherungstreuhand. Die zweckgebundene Verwendung des Treuhandvermögens soll dadurch gewährleistet sein. Die Kapitalanlage läuft über einen deutschen Spezialfonds.
Vedra hat einen Eigenkapitalbeitrag in die Rentnergesellschaft eingebracht, um eine Interessensübereinstimmung sicherzustellen. Die Höhe wurde nicht genannt.
Zeitnahe Umsetzung
„Wir haben mit Vedra einen erfahrenen und professionellen Anbieter von Rentnergesellschaften gewonnen", sagt Peter Schad, Geschäftsführer der HRE Holding. Wichtig seien eingespielte Prozesse, Expertise und eine zeitnahe, transparente Durchführung gewesen.
Michael Christner, Geschäftsführer der Vedra, verweist auf die jüngste Transaktion mit der OWH (ehemals VTB) im Juni 2025 und betont: „Die Thematik der Rückdeckungsversicherungen hat demonstriert, dass wir zeitgemäße Problemlösungen offerieren können, die nicht nur zuverlässig, sondern auch zukunftsfähig sind.“
Vedra wurde 2016 gegründet und bietet Lösungen für die Auslagerung von Pensionsverbindlichkeiten in Rentnergesellschaften an. Das Unternehmen betreut nach eigenen Angaben Pensionsverpflichtungen mehrerer Tausend Anspruchsberechtigter aus verschiedenen Branchen.