Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) verkauft Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 116 Wohnungen im Frankfurter Nordend an Aberdeen Investments Deutschland.
Die Immobilien liegen in benachbarten Straßen, die am Oeder Weg werden demnach abgerissen und neu gebaut. Sie stehen seit 2018 leer. Die 31 Wohnungen mussten wegen statischer Mängel geräumt werden. Zuletzt lag laut Frankfurter Rundschau eine Abrissgenehmigung vor. Zusätzlich soll eine Baugenehmigung für den Entwurf eines Frankfurter Architekturbüros vorliegen, der 34 neue Wohnungen vorsieht.
Ob das Unternehmen die vorhandenen Pläne des Architekturbüros übernimmt, ist unklar. Der Neubau soll sich daran jedoch orientieren. Der eigentliche Baustart soll voraussichtlich 2026 folgen.
Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden. Nach Aussage der VBL ist der Gebäudekomplex nicht Teil des Portfolios von 15 Objekten, den die Zusatzversorgungskasse derzeit im Rhein-Main-Gebiet zu verkaufen plant.
VBL will Immobilienbestand ausbauen
Vom VBL heißt es gegenüber dieser Readaktion, dass das aktive Objektmanagement des Bestands unter Berücksichtigung des Prinzips der Wirtschaftlichkeit ein zentrales Element des verantwortungsvollen Immobilieninvestments ist. „Dementsprechend werden nicht nur regelmäßig Anlageobjekte erworben, sondern auch die bestehenden auf Basis unserer strategischen Ausrichtung überprüft. Verkäufe einzelner Immobilien sind in diesem Rahmen nicht ungewöhnlich und Teil einer langfristig ausgerichteten Portfoliosteuerung“, so ein Sprecher.
Der Anteil der Immobilien bezogen auf das gesamte Anlageportfolio der VBL beträgt derzeit rund 15 Prozent: „Wir planen den Immobilienbestand auch in den kommenden Jahren weiter auszubauen und uns bei Nutzungsarten und Objektstandorten noch breiter aufzustellen.“
Aberdeen verwaltet 2.000 Wohungen in Frankfurt
In Frankfurt verwaltet Aberdeen Investments Deutschland nach eigenen Angaben derzeit treuhänderisch etwa 2000 Wohnungen „für sicherheitsorientierte, deutsche institutionelle Investoren mit einem sehr langfristigen Anlagehorizont“. Deutschlandweit werden rund 14.300 Wohnungen verwaltet.