Kampf gegen Negativschlagzeilen Papst ändert Invesitionsstrategie und gibt Vatikanbank mehr Macht

Papst Franziskus, Vatikanstadt

Papst Franziskus hat der Vatikanbank mehr Macht gegeben. Foto: Imago / Independent Photo Agency Int.

Die Vatikanbank wird ab dem ersten Oktober alle beweglichen und liquiden Vermögenswerte des Heiligen Stuhls verwalten, sie ist alleinig zuständig. Dafür hat Papst Franziskus die entsprechende Bestimmung der Apostolischen Verfassung neu ausgelegt.

Gleichzeitig wies er alle Ämter des Heiligen Stuhls und mit dem Vatikan verbundene Institutionen an, ihr bewegliches und liquides Vermögen bis Oktober an die Vatikanbank zu überweisen. Das berichtet das Nachrichtenportal der katholischen Kirche in Deutschland.

Durch diesen Schritt werden die Vatikanbank und die vatikanische Güterverwaltung APSA deutlicher getrennt. Die APSA verwaltet Immobilien und andere Güter, die Vatikanbank liquide Mittel.

Neue Investitionsstrategie dank Kritik und Negativschlagzeilen?

Bereits vor wenigen Wochen hat der Heilige Stuhl strengere Investitions-Richtlinien eingeführt. Finanzinvestitionen sollen demnach zu einer gerechteren und nachhaltigeren Welt beitragen sowie von einem moralischen und kulturellen Grundsatz geleitet werden. Finanzspekulationen sollten ausgeschlossen sein. Zugleich sollten die Investitionen reale Werte erhalten und eine Rendite erwirtschaften, die die Aktivitäten des Vatikans nachhaltig mitfinanziert.

 

Die Investitionspolitik des Vatikan sorgt immer wieder für Negativschlagzeilen. Zuletzt kritisiert wurde die Investition in eine Londoner Luxusimmobilie. Dazu läuft aktuell ein Vatikan-Strafprozess in dem zehn Mitarbeiter und Berater des Vatikan angeklagt sind. Ihnen werden unter anderem Veruntreuung, Betrug, Erpressung und Amtsmissbrauch vorgeworfen.