Stefan Kirchner, Honestas „Unser Fonds ist ein Family Office to go”

Stefan Kirchner, Honestas Finanzmanagement

Stefan Kirchner, Honestas Finanzmanagement

„Das Wichtigste für ein Family Office ist der reale Vermögenserhalt“, sagt Stefan Kirchner. Für den FO Vermögensverwalterfonds (WKN: A1JZLG) hat der Geschäftsführer des Hamburger Family Office Honestas Finanzmanagement ein ähnliches Ziel formuliert: 4 bis 6 Prozent Rendite jährlich bei maximalen Kursschwankungen von 3 bis 4 Prozent.

Kein Wunder, war der Fonds doch zunächst als Zusatzangebot für seine Kunden gedacht, etwa um die Depots und Sparpläne der Kinder seiner Kunden auf eine ähnlich solide Basis zu stellen wie das übrige Familienvermögen.

Das Family Office Honestas Finanzmangement verwaltet für zwölf wohlhabende Familien ein Gesamtvermögen von mehr als 2,5 Milliarden Euro – bereits über 20 Millionen Euro auch im FO Vermögensverwalterfonds.

Kirchner hat ein klares Credo, um sein Ziel auch mit dem Fonds zu erreichen, den er als „Family Office to go“ bezeichnet: „Rendite bedeutet Verzicht auf alles Überflüssige.“



Anders als viele andere Vermögensverwalter hat er den FO Vermögensverwalterfonds mit seinem Team nicht als Dachfonds konstruiert, sondern konsequent im Stil einer Lösung für institutionelle Investoren und vermögende Privatkunden.

Die Kompetenzen einzelner Vermögensverwalter für bestimmte Asset-Klassen kauft Honestas nicht über deren Fonds ein, sondern über klar definierte Beratungsmandate für einzelne Segmente des FO Vermögensverwalterfonds.

„Das schafft Effizienz- und Kostenvorteile, aus denen deutliche quantitative Mehrwerte resultieren“, erklärt Kirchner.

Mehrere Beratungsmandate

Bislang geht das Konzept auf. Auf Jahressicht liegt der Fonds mit einem Plus von 5,6 Prozent und Schwankungen von lediglich 1,5 Prozent über Plan, seit der Auflage am 2. Oktober 2012 kommt er auf eine Rendite von rund 7 Prozent.

Die direkte Verpflichtung von Vermögensverwaltern, Teile des Portfolios zu managen, hat weitere Vorteile. Kirchner: „Neben dem Vorteil deutlich niedrigerer Kosten können die Mandatanforderungen so individuell auf die jeweiligen Gesamterfordernisse zugeschnitten werden.“

Festgelegte Risikobudgets

Das Rendite-Risiko-Profil lässt sich so sehr viel genauer steuern als bei einem Investment in mehrere vermögensverwaltende Fonds. Denn bei einer solchen Dachfondslösung bleibt der Einfluss auf die tatsächliche Portfolio-Zusammensetzung stets begrenzt.

Weder hinsichtlich des eingegangenen Risikos noch auf die konkrete Titelauswahl hat der Dachfondsmanager Einfluss. Bei der Kombination mehrerer Fonds könnten ansonsten schnell Klumpenrisiken oder andere ungewollte Schwerpunkte im Portfolio entstehen.

Bei der Honestas-Lösung, vom Family Office selbst als Segmentfonds bezeichnet, entfallen diese Risiken. Die Spezialisten des Family Office bestimmen die Asset Allocation und legen für die einzelnen Anlageklassen Risikobudgets und Maximalquoten für bestimmte Unterklassen fest.

Wichtigste Grundlage dafür ist eine Korrelations-Analyse, die dafür sorgt, dass im Portfolio kein Übergewicht an Anlageklassen entsteht, die sich in bestimmten Marktszenarien gleichläufig entwickeln.

Üblicherweise legt Honestas diese Quoten und Risikobudgets quartalsweise fest. In außergewöhnlichen Marktphasen kann das Family Office die Budgets aber auch sehr schnell anpassen. „Das funktioniert wie eine Art Stop-Loss“, erklärt Kirchner, „bei einem richtigen Crash wie 2011 sind wir schon nach den ersten Tagen relativ weit draußen.“

Außer zur Risikobegrenzung mischt sich Honestas in die Einzeltitelauswahl nicht ein. „Nicht jeder kann alles“ zählt zu den Glaubenssätzen des Hamburger Vermögensverwalters. Für jedes Anlagesegment sucht das Honestas-Team daher die am besten geeigneten Spezialisten und profitiert dabei von der langjährigen Erfahrung bei der Verwaltung großer Familienvermögen und den entsprechenden Kontakten zu Vermögensverwaltern.

Entsprechend streng ist die Auswahl von Managern, die ein Mandat für die Verwaltung eines Teilportfolios erhalten. Auf einen kurzen Nenner bringt es Kirchner: „Eine am Markt nicht vergleichbare Kernkompetenz“ müssen Manager mitbringen.

Hauseigene Datenbank

Um die zu identifizieren, hat Honestas ein umfangreiches Prüfverfahren entwickelt: Mithilfe einer hauseigenen Datenbank filtert Honestas zunächst Manager heraus, die im jeweiligen Anlagesegment eine besondere Stärke haben.

Es folgt eine strukturierte Befragung der Kandidaten, bei der Anlageprozess und Konsistenz der angestrebten und tatsächlich erreichten Performance unter Berücksichtigung der Risikovorgaben sowie die Qualität des Unternehmens, des Managers und seines Teams geprüft werden.

Damit noch nicht genug: Um die Auswahl objektiv zu gestalten, hat Honestas ein Punkteverfahren entwickelt, das die vorangegangenen Analysen der infrage kommenden Vermögensverwalter systematisch und mit Blick auf das jeweils zu vergebende Mandat bewertet.

Punktsieger im Segment Anleihen ist derzeit die Hamburger Aramea Asset Management, das Aktienmandat liegt bei der Kölner Flossbach von Storch. Wächst das Fondsvolumen, können weitere Spezialisten hinzukommen, sowohl für weitere Asset-Klassen wie Total Return oder Devisen als auch für spezielle Aktien- oder Rentensegmente.