Unigestion und Private-Equity-Fonds langen zu Danica Pensions verkauft Tochter in Schweden

Der angeblich größte Weihnachtsbaum der Welt steht 2018 in Stockholm. Dort residiert auch Danica Pensions Schweden, die nun von Investoren übernommen wurde.  | © Getty Images

Der angeblich größte Weihnachtsbaum der Welt steht 2018 in Stockholm. Dort residiert auch Danica Pensions Schweden, die nun von Investoren übernommen wurde. Foto: Getty Images

Paukenschlag in der europäischen Pensions-Landschaft: Der zur dänischen Danske Bank zählende Pensionsfonds-Administrator Danica Pensions verkauft seine Aktivitäten in Schweden für umgerechnet rund 250 Millionen Euro. Käufer ist ein Konsortium, dem unter anderem der dänische Pensionsfonds Sampension angehört. Sampension hat sich nach eigener Aussage einen „signifikanten“ Minderheitsanteil an Danica Pension Schweden gesichert. Ebenfalls auf der Käuferseite finden sich der Schweizer Asset Manager Unigestion, der skandinavische Private-Equity-Fonds Polaris und der deutsche Private-Equity-Fonds Acathia.

Die Danske Bank ist in einen milliardenschweren Geldwäsche-Skandal verstrickte. Jacob Aarup-Andersen, Mitglied der Führungsriege der Danske Bank, nimmt Danica aus der Schusslinie, indem er sagte: „Mit dieser Transaktion wird Danica Pension Schweden zusammen mit den neuen Eigentümern ihren Entwicklungsweg fortsetzen, das war für uns ein wichtiger Faktor.“ Die Wege von Danske Bank and Danica Pension Schweden trennen sich aber nicht zwangsläufig. Vielmehr wollen beide Seiten auch künftig gemeinsam Rentenprodukten in Schweden vertreiben.

Danica Pension Schweden beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und gilt als das am schnellsten wachsende Geschäftsfeld im Bereich Pensions der Danske Bank. Dem Fachmagazin IPE zufolge verbuchte die nun verkaufte Tochtergesellschaft im ersten Halbjahr 2018 Prämieneinnahmen in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro. Zum Vergleich: In der ersten Jahreshälfte 2017 waren es 870 Millionen Euro.