Umsetzung bis 2020 Katholische Zusatzversorgungskasse führt neues Finanzierungssystem ein

Ulrich Mitzlaff ist Vorsitzender des Vorstand der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands.  | © KZVK

Ulrich Mitzlaff ist Vorsitzender des Vorstand der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands. Foto: KZVK

Der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands (KZVK) haben ein neues System zur „dauerhaften“ Sicherung der Finanzierung der Versorgungszusagen der KZVK beschlossen. Mit dem Vorhaben wolle man die Gesamtbelastung der Beteiligten senken sowie „planbar und nachvollziehbar“ gestalten. Was das genau heißt, ist offen. Denn die Detailarbeit ist nach Angaben einer Unternehmenssprecherin noch nicht abgeschlossen.

Die Kasse verfügt über Kapitalanlagen in Höhe von 18,4 Milliarden Euro (2017); dabei handelt es sich um den Buchwert. Stille Reserven sind darin nicht enthalten. Der Kapitaldeckungsgrad als das Verhältnis der Buchwerte der Kapitalanlagen inklusive der laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand zu den Buchwerten der versicherungstechnischen Rückstellungen betrug zum Bilanzstichtag 2017 71,6 Prozent (Vorjahr: 71,7 Prozent). 2013 sah die Kennziffer mit 94,7 Prozent noch deutlich gesünder aus.

Die KZVK betreut über den Durchführungsweg Pensionsfonds rund 6.000 Arbeitgeber, mehr als 1,3 Millionen Versicherte und rund 177.000 Rentner. Das neue Finanzierungsmodell soll zum Januar 2020 eingeführt werden und den Beteiligten Planungssicherheit geben. 

Versprechen einer betrieblichen Altersversorgung 

Nach Angaben der 1976 als rechtlich selbstständige kirchliche Einrichtung gegründeten KZVK sei die Überarbeitung der bisherigen Finanzierung nicht zuletzt aufgrund der andauernden Niedrigzinsphase notwendig geworden. So könne das von Arbeitgebern und KZVK gegebene Versprechen einer betrieblichen Altersversorgung dauerhaft erfüllt und zugleich die Tragfähigkeit der Beitragsbelastung für die beteiligten Arbeitgeber nachhaltig sichergestellt werden.

Der Vorsitzende des Vorstands der KZVK, Ulrich Mitzlaff, kommentiert: „Ich freue mich, dass unsere Gremien den Weg frei gemacht haben für ein Finanzierungssystem, das für eine ausgewogene Chancen-Risiko-Konstellation steht – für unsere Versicherten, die beteiligten Arbeitgeber und die Bistümer. Und dies für die Gegenwart und für die Zukunft.“ Mitzlaff ist promovierter Mathematiker und zeigt sich überzeugt, „dass die ausgewählte, sehr robuste Lösung etwaige ökonomische Risiken minimiert und die Sicherstellung des Leistungsversprechens garantiert“.

Der Vorstandsvorsitzende der KZVK will das neue System und die sich daraus ergebenden Änderungen allen interessierten Beteiligten vorstellen. Dazu werde er im Sommer 2019 die deutschen Bistümer besuchen.