Union-Umfrage zur Klimafreundlichkeit Immobilienwirtschaft gerät unter Handlungsdruck

Jens Wilhelm ist Mitglied des Vorstands der Union Asset Management Holding und kommentiert die Ergebnisse der Umfrage. | © Union Investment

Jens Wilhelm ist Mitglied des Vorstands der Union Asset Management Holding und kommentiert die Ergebnisse der Umfrage. Foto: Union Investment

Immobilienunternehmen müssen in den kommenden fünf Jahren mit einem steigenden öffentlichen Handlungsdruck für ihre Branche rechnen. So lautet ein Ergebnis einer Umfrage von Union Investment unter 150 Immobilienprofis in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Darin hinterfragt die genossenschaftliche Fondsgesellschaft die Perspektive institutioneller Immobilieninvestoren auf die internationale Klimapolitik und die Rolle der Immobilienwirtschaft.

Vor diesem Hintergrund des 2018 auf der Weltklimakonferenz in Katowice verabschiedeten neue Regelbuchs zur Umsetzung des Pariser Klimavertrags untersuchte die Umfrage, wann Immobilienunternehmen mit einem steigenden öffentlichen Handlungsdruck für ihre Branche rechnen. Das Ergebnis: 37 Prozent der insgesamt 150 Befragten erwarten, dass der öffentliche Druck in den kommenden zwei Jahren spürbar wächst. Wird der Betrachtungszeitraum allerdings auf fünf Jahre ausgeweitet, sind es bereits 49 Prozent der institutionellen Investoren, die davon ausgehen, dass die Immobilienwirtschaft unter Handlungsdruck gerät.

Jens Wilhelm, Mitglied des Vorstands der Union Asset Management Holding, weist darauf hin, dass das Immobiliengeschäft langfristig ausgerichtet sei. „Das heißt: Je früher große Immobilieninvestoren klimapolitische Ziele in ihre Geschäftsstrategie integrieren, desto geringer sind die Risiken, wenn die öffentliche Debatte um die Klimafreundlichkeit von Immobilien in Zukunft an Fahrt aufnimmt.“

Darüber hinaus hat die Umfrage einen hohen Bedarf nach mehr Transparenz bei den Immobilienverbrauchsdaten offengelegt. Nur 28 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass auf Basis der aktuell verfügbaren Daten ein gutes Nachhaltigkeits-Reporting möglich ist. Optimierungsbedarf in diesem Bereich sehen in erster Linie Immobilieninvestmentgesellschaften, Immobilienfonds und Versicherungen / Pensionskassen.