Umfrage von Consileon Weckruf für das Wealth Management

Umfrage von Consileon: Weckruf für das Wealth Management

Wen sieht die deutsche Wealth-Management-Branche als stärksten Wettbewerber? Und können die etablierten Anbieter den Kundenwünschen in Sachen Digitalisierung gerecht werden? Diese und andere Fragen beantwortet eine Umfrage von Consileon, für die das  Beratungsunternehmen 96 deutsche Wealth Manager um ihre Einschätzung zur aktuellen Lage gebeten hat. Dabei bewerteten ganze 98 Prozent der Befragten die aktuelle Geschäftslage als gut bis neutral - nur ein Teilnehmer bewertete sie als schlecht.

Jedoch scheint die Planung mancher Institute ursprünglich noch optimistischer gewesen zu sein: Ungeachtet der allgemeinen Einschätzung gab fast ein Viertel der Befragten an, die gesetzten Vertriebsziele auf Sicht des nächsten halben Jahres wohl nicht zu erreichen.

Dennoch bleibt unterm Strich ein positives Bild: Trotz allen Ärgers mit Mifid II oder der Rückkehr der Volatilität an den Märkten ist die Stimmung im Vertrieb grundsätzlich gut, wie die beiden folgenden Grafiken zeigen.

In Bezug auf die Wettbewerbssituation offenbart die Befragung ein in dieser Deutlichkeit nicht zu erwartendes Bild: So nimmt die Mehrheit der Befragten die Gruppe der Direktbanken mit Abstand als stärksten Wettbewerber im Wealth Management wahr.

Showdown in Sicht

Dies ist insofern bemerkenswert, als dass damit der Kampf der Geschäftsmodelle schwerer wiegt als der Wettbewerb innerhalb des Segments. Dies wird besonders deutlich, wenn man die von beinah 20 Prozent der Befragten genannten Robo-Advisors den Direktbanken zuschlägt: Hier scheint sich ein Showdown zwischen dem tradierten Relationship-Banking auf der einen und den reinen Online-Modellen auf der anderen Seite anzubahnen.