Einkommen im Alter Betriebsrente zweitwichtigste Quelle

Siemens beschäftigt weltweit 379.000 Mitarbeiter. Wer in Großunternehmen arbeitet, den erwarten in der Regel bessere Rahmenbedingungen für eine Betriebsrente.  | © Getty Images

Siemens beschäftigt weltweit 379.000 Mitarbeiter. Wer in Großunternehmen arbeitet, den erwarten in der Regel bessere Rahmenbedingungen für eine Betriebsrente. Foto: Getty Images

Mit 63,6 Prozent der Nennungen unter den 1.000 Befragten liegt die betriebliche Altersversorgung (bAV) weit vor allen anderen Vorsorgemöglichkeiten wie private Vorsorge – darunter Riester- und Rürup-Renten – mit 53,9 Prozent, Immobilien (37,2 Prozent) oder Aktien (23,2 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Aon auf Basis einer repräsentativen Online-Umfrage unter 1.008 Arbeitnehmern aus deutschen Großunternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten. 

Den deutschen Großunternehmen scheint es weithin gelungen zu sein, ein attraktives Betriebsrentensystem aufzubauen, so das Fazit der Studienmacher. Demnach glauben nur knapp 15 Prozent der Arbeitnehmer, dass ihnen andere Unternehmen mehr für die Alterssicherung bieten würden. Rund ein Drittel (32,7 Prozent) der jungen Arbeitnehmer zwischen 18 und 29 Jahren sei zudem davon überzeugt, dass ihr Arbeitgeber für die bAV mehr tue als branchenüblich. 

Weiter zeigt die Umfrage, dass rund zwei Drittel aller Befragten (67,9 Prozent) einschätzen können, aus welchen Quellen sich ihre Altersversorgung speist. Dabei gilt: „Je höher das Einkommen, und je näher der Ruhestand rückt, umso besser ist das Wissen um die Versorgung im Alter“, berichten die Studienautoren.

Viele Fragezeichen bei erwarteter Betriebsrentenhöhe

Allerdings gebe es nach wie vor einen Nachholbedarf in Sachen Information, sagt Fred Marchlewski, Geschäftsführer von Aon. So wisse noch nicht einmal die Hälfte der Befragten (43,6 Prozent), in welcher Höhe sie Einnahmen aus der bAV im Alter erwarten könnten. Bei den Geringverdienern sind es laut Aon noch weniger: Nur 27 Prozent der Arbeitnehmer in der Einkommensklasse bis 2.200 Euro kennen ihre Ansprüche aus der bAV. „Eine differenzierte und individuelle Kommunikation, die alle erreicht, ist das Gebot der Stunde“, resümiert Marchlewski.