Umfrage der DeAWM Alternative Investments sind nicht nur als Renditebringer im Kommen

Anleger ist nicht gleich Anleger, auch bei der Gruppe der Institutionellen: Insgesamt sind Alternative Investments aber im Kommen

Anleger ist nicht gleich Anleger, auch bei der Gruppe der Institutionellen: Insgesamt sind Alternative Investments aber im Kommen

Neben der Rendite schauen institutionelle Anleger bei Alternativen Investments zunehmend auf Ihren Liquiditätsbedarf, aufsichtsrechtliche Bestimmungen und die Transparenz. Das ist das Ergebnis der jüngsten Umfrage der Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) unter knapp 400 globalen, institutionellen Anlegern. Über 50 Prozent der DeAWM-Kunden wollen ihren Portfolioanteil an Alternativen Investments erhöhen.

Dabei sei Anleger nicht gleich Anleger. Der Liquiditätsbedarf unterscheide sich je nach Art der Organisation und Region. In Zukunft werden Anleger mit einem hohen Liquiditätsbedarf sich zunehmend dem wachsenden Anlageuniversum liquider Alternativen zuwenden. Währenddessen werden diejenigen mit einem geringen Liquiditätsbedarf sich ihre Flexibilität zunutze machen, um höhere mögliche Renditen und bessere Konditionen zu erzielen, so die Studienautoren.

Dabei gaben die Befragten an, dass nicht alle Unterkategorien der Anlageklasse gleich stark nachgefragt werden. Besonders viele Anleger (52 Prozent) planen beispielsweise ihren Anteil an eigenständig gehaltenen Immobilien auszubauen und nur wenige (11 Prozent) wollen deren Anteil im Portfolio zurückfahren. Anders  sieht es bei Hedgefonds aus, die eine einzelne Strategie verfolgen. Lediglich 19 Prozent wollen deren Asset Allocation vergrößern und 11 Prozent wollen ihre Investments verringern.

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Da viele Anleger ihre Asset Allocation bei Alternative Investments ausbauen wollen, stellt sich die Frage, woher das Geld kommen soll. Die benötigten Mittel werden laut der Befragten sehr wahrscheinlich aus liquiden Mitteln und aufgelösten Anleihe-Positionen im Portfolio kommen. Vor allem für europäische und amerikanische Anleger gilt dies. „Eine Umverteilung zwischen den verschiedenen Unterklassen im alternativen Investmentuniversum scheint dagegen eher unwahrscheinlich zu sein“, erklärt Dario Schiraldi, Head of Global Client Group bei der DeAWM. Ähnliches zeigt die Befragung für Aktien.

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Die Befragung zeigt zudem, welch unterschiedliches Interesse die Untergruppen der institutionellen Anleger an den verschiedenen Alternative Investments haben. Die Gruppe der Family Offices und High Net Worth Individuals (ab zirka 30 Millionen Euro Vermögen) zeigen vor allem Interesse an Private Equity Secondaries. Vergleichsweise wenig Interesse haben sie an börsengelisteten Immobilien-Investments, an Infrastruktur und Rohstoffen.

Unabhängige Vermögensverwalter dagegen zeigen überdurchschnittlich hohes Interesse Immobilien und Infrastruktur-Investments. Dafür reizt sie das Thema Private Equity vergleichsweise wenig.

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Des Weiteren zeigt die Umfrage unter den DeAWM-Kunden, dass je mehr Vermögen der Anleger besitzt, desto mehr Erfahrung er in der Regel mit Alternativen Investments hat. Entsprechend hat ein Großteil von 61 Prozent der kleineren institutionellen Anleger bis 100 Millionen Dollar Anlagevermögen weniger als zwei Jahre Investmenterfahrung mit der Anlageklasse.

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