Um 6,3 Prozent Zahl der Beschäftigten bei Privatbanken steigt

In der Gruppe der Privatbanken stieg 2016 die Zahl der Beschäftigten um 6,3 Prozent (Im Uhrzeigersinn, beginnend links oben): Die Berenberg Bank, M.M. Warburg & Co, das Bankhaus Metzler und Hauch & Aufhäuser Privatbankiers | © Ulrich Mattner / Bankhaus Metzler

In der Gruppe der Privatbanken stieg 2016 die Zahl der Beschäftigten um 6,3 Prozent (Im Uhrzeigersinn, beginnend links oben): Die Berenberg Bank, M.M. Warburg & Co, das Bankhaus Metzler und Hauch & Aufhäuser Privatbankiers Foto: Ulrich Mattner / Bankhaus Metzler

Der Arbeitgeberverband des privaten Bankengewerbes (AGV Banken) verzeichnet laut aktueller Beschäftigtenerhebung 2016 einen Personalaufbau in der Mitgliedergruppe der Privatbanken. Konkret stieg die Zahl der Beschäftigten in dieser Gruppe um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das private banking magazin auf Nachfrage erfahren hat. Totale Zahlen für einzelne Bankengruppen seiner Mitglieder gibt der Verband aus Gründen der Vertraulichkeit nicht heraus.

Zum Zeitpunkt 1. Oktober 2016 gehörten dem AGV Banken 83 tarifgebundene sowie 38 sonstige Mitgliedsinstitute an. In der als Privatbankiers bezeichneten Gruppe sind 17 Mitgliedsinstitute aufgelistet. Davon sind drei Anbieter nicht im Geschäftsfeld Private Banking tätig. Das Bankhaus Wölbern & Co hat zudem seine Geschäftstätigkeit vor einem Jahr beendet.

Zu den 13 übrigen Mitgliedern der Gruppe gehören das Bankhaus Anton Hafner, Bankhaus C.L. Seeliger, Bankhaus Lampe, Bankhaus Ludwig Sperrer, Bankhaus von der Heydt, Bankhaus Metzler, die Fürst Fugger Privatbank, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers, die Berenberg Bank, Marcard, Stein & Co, Merck Finck Privatbankiers, M.M. Warburg & Co sowie Sal. Oppenheim jr. & Cie.

Einem Sprecher des AGV Banken zufolge, findet der Personalaufbau vor allem in den Abteilungen für Regulierung und Compliance statt. Dieser seit zwei bis drei Jahren anhaltende Trend habe gerade bei kleineren Häusern größeren Einfluss auf die Beschäftigtenzahl als bei Großbanken.

Zahl der Beschäftigten insgesamt rückläufig

Insgesamt hat sich die Zahl der Beschäftigten im deutschen Kreditgewerbe 2016 um 2,9 Prozent auf 609.100 verringert (2015: 627.250). Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Personalabbau mit leicht erhöhter Dynamik fort. Im Vorjahr war die Beschäftigtenzahl um 2,1 Prozent gesunken.

Im privaten Bankgewerbe ist die Beschäftigtenzahl im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent zurückgegangen: Zum Jahresende 2016 waren hier rund 166.050 Personen beschäftigt (Vorjahr: 169.250).

Dahinter stehen gegenläufige Entwicklungen, wie der Personalaufbau bei Privatbanken. Ein Zuwachs an Beschäftigen gab es auch bei Hypothekenbanken, Konsumfinanzierer, Direktbanken sowie bei Experten für Regulierung und für den Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle.

Dagegen setzten sich die Anpassungen im Filialgeschäft fort und sorgten bei den Großbanken insgesamt für einen Beschäftigungsrückgang. Auch bei Regionalbanken und Spezialinstituten war der Personalbestand leicht rückläufig.

Die komplette Übersicht zu den Beschäftigten im Kreditgewerbe finden Sie hier.