UHNWIs im Fokus HSBC plant Ausbau des deutschen Private Banking

Rudolf Apenbrink ist Vorstand Private Banking und Asset Management bei HSBC Deutschland.  | © HSBC Deutschland

Rudolf Apenbrink ist Vorstand Private Banking und Asset Management bei HSBC Deutschland. Foto: HSBC Deutschland

„Wir gehen davon aus, dass wir 2019 im deutschen Private Banking die Marke von 30 Milliarden Euro knacken werden“, sagt Rudolf Apenbrink, Vorstand Private Banking und Asset Management bei HSBC Deutschland, im Gespräch mit dem Nachrichtendienst „Bloomberg“ (englischsprachig). Das Institut will sein Geschäft im Private Banking hierzulande deutlich ausbauen. Im Fokus stehen dabei vor allem vermögende Privatkunden, sogenannte Ultra High Net Worth Individuals (UHNWIs). 2017 hat HSBC Deutschland im Private Banking nach eigenem Bekunden ein Allzeithoch beim verwalteten Vermögen von 28,5 Milliarden Euro erreicht und knapp zwei Milliarden Euro Neugelder eingesammelt. Im Sommer hatte man bereits eine Offensive im globalen Private Banking angekündigt.

Nun äußert sich Apenbrink im Gespräch mit „Bloomberg“ zu konkreten Plänen im deutschen Private Banking. Derzeit baue man ein Team auf, das sich unter anderem an Unternehmerfamilien mit einem liquiden Vermögen ab 30 Millionen Euro richte. Die Hälfte des Teams soll bereits an Bord sein. Favorisierte Standorte seien Frankfurt oder Düsseldorf, abhängig davon, in welcher Stadt man die besten Berater findet. Auch in München, Stuttgart und Hamburg plane man Neueinstellungen, um auch Privatkunden mit geringerem Vermögen ab einer Einstiegssumme von einer Million Euro zu erreichen. Insgesamt beschäftigt HSBC Deutschland derzeit im Private Banking eigenen Angaben zufolge rund 150 Leute, davon 50 Kundenberater.

Im Private Banking ist Apenbrink zufolge in den nächsten Jahren das stärkste Wachstum zu erwarten, zeigen HSBC-Analysen. Das Institut sei sich dabei über den starken Wettbewerbsdruck in Deutschland bewusst: „Der Markt ist hier fragmentierter als in anderen europäischen Ländern“, so Apenbrink. Um besonders junge Vermögende anzusprechen, setzt HSBC laut Apenbrink auf nachhaltige Investmentangebote. „Das spielt für die nächste Generation im Private Banking eine große Rolle.“ Man arbeite hier mit dem eigenen Asset Management zusammen und habe verschiedene Fonds aufgelegt.