Wegen russischer Bonds Schweizer Banken fordern nach Sanktionen Sicherheiten von vermögenden Kunden

Demonstranten in München fordern von Schweizer Bankenindustrie und der Politik Sanktionen gegen Russland

Demonstranten in München fordern von Schweizer Bankenindustrie und der Politik Sanktionen gegen Russland: UBS, Credit Suisse und Pictet schränken die Kreditvergabe an vermögende Kunden ein. Foto: Imago Images / ZUMA Wire

Der von Russland vorangetriebene Angriffskrieg in der Ukraine hat Folgen für vermögende Kunden der Schweizer Großbanken: Die Credit Suisse schränkt genauso wie die UBS und Pictet die Kreditvergabe an vermögende Kunden ein, wenn sie mit russischen Anleihen besichert ist. Das berichtet Bloomberg (Bezahlschranke).

Sanktionen setzen russische Banken mehr und mehr unter Druck

Nachdem die UBS und Pictet bereits die Kreditvergabe an vermögende Kunden eingeschränkt hatten, hatte die UBS schon bei einigen Kunden Nachschussforderungen gestellt. Auch bei Pictet sei es nach der Neubewertung der russischen Anleihen zu Margin Calls gegenüber vermögenden Kunden gekommen, berichtet Bloomberg.

Bei der Neubewertung der Anleihen geht es wohl um die Papiere der russischen Sberbank und VTB Bank, deren Gegenwert nun auch von der Credit Suisse mit dem Wert von null beziffert werden. Bei der Sberbank stehen die ersten europäischen Tochterinstitute offensichtlich vor dem Bankrott, wie Medien am Montag berichteten. Gegen das Institut, die VTB Bank und drei weitere Geldhäuser verhängten die USA im Zuge des Ukraine-Kriegs Sanktionen, auch Einschränkungen für russische Milliardäre und ihre Familien waren Teil des Maßnahmenpakets.


In der Nacht hatte auch die Europäische Union Sanktionen gegen den russischen Finanzsektor verhängt. So soll es ein Transaktionsverbot mit der russischen Zentralbank geben, die den Leitzins indes massiv auf 20 Prozent erhöhte. Vermögenswerte der Bank in Europa werden eingefroren. Zudem sollen russische Banken auf dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift ausgeschlossen werden.