Toby Fitzgerald UBS macht einen Schritt auf Homosexuelle zu

Die speziell auf homosexuelle Kunden zugeschnittenen Private Banking-Dienstleistungen scheinen für die Banken attraktiver zu sein als anfangs gedacht. Noch 2008, als Credit Suisse als erste große Bank die Zielgruppe der Schwulen, Lesben und Transsexuellen entdeckte und ihnen speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Finanzprodukte und -dienstleistungen anbot, sah die UBS das mit Skepsis. „Wir segmentieren unsere Kunden nicht nach ihrer sexuellen Orientierung“ erklärte das Kreditinstitut 2008 gegenüber der britischen Zeitung „The Telegraph“.

Doch die Zeiten ändern sich. Nun stellte die Bank einen der beiden Männer ein, die bei Credit Suisse für die Umsetzung des Projekts verantwortlich waren. Toby Fitzgerald ist nun stellvertretender Direktor der UBS-Vermögensverwaltung. Er ist für den Ausbau des Firmenkunden-Geschäfts der Bank verantwortlich und berichtet an Shona Baijal, Leiterin der Vermögensverwaltungs-Sparte von UBS. Er werde sich zwar nicht speziell auf homosexuelle Kunden konzentrieren, erklärt Fitzgerald. Die Option stehe aber offen, falls vom neuen Arbeitgeber gewünscht.

Bei Credit Suisse war Fitzgerald vier Jahre lang für die Pflege der Kundenbeziehungen verantwortlich. Zusammen mit seinem Kollegen Stephen Connoly rief er 2008 das damals völlig neuartige Service-Angebot, bei dem homosexuelle Kunden von homosexuellen Bankern beraten werden, ins Leben. Neben den üblichen Bankdiensten boten die Berater auch Dienstleistungen rund um Themen wie eingetragene Lebenspartnerschaft und Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare an.