Die UBS ist aus der Net-Zero Banking Alliance (NZBA) ausgetreten. Die Schweizer Bank vollzog den Schritt nach ihrer jährlichen Überprüfung der Mitgliedschaften im Bereich Nachhaltigkeit und Klima.
Austritt als Gründungsmitglied
UBS trat der Allianz 2021 als Gründungsmitglied bei, als die Bankenbranche daran arbeitete, Rahmenwerke zur Dekarbonisierung finanzierter Emissionen zu entwickeln. Die Bank erklärt, die NZBA habe eine wertvolle Rolle bei der Entwicklung erster Zielsetzungsrahmenwerke gespielt. Nachdem diese Arbeiten weit fortgeschritten seien und UBS ihre internen Kompetenzen gestärkt habe, entschied sie sich für den Austritt.
UBS folgt damit anderen globalen Mitbewerbern. Bereits Anfang des Jahres verließen amerikanische Banken wie JPMorgan, Bank of America, Goldman Sachs, Wells Fargo und Citi die Allianz. Zuletzt traten die britischen Institute HSBC und Barclays aus der Klimainitiative aus.
Engagement für Nachhaltigkeit soll bleiben
Die Bank betont, ihr Engagement für Nachhaltigkeit bleibe unverändert. Sie erkenne die Bedeutung eines geordneten Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft an. UBS treibe ihre Nachhaltigkeits- und Wirkungsstrategie weiter voran, gestützt auf drei strategische Pfeiler: Schützen, Wachsen und Anziehen.
Die Kundinnen und Kunden stehen weiterhin im Zentrum des Handelns. UBS unterstützt sie beim Übergang in eine kohlenstoffarme Welt und berücksichtigt Klimarisiken und -chancen über die gesamte Bank hinweg. Die Bank fokussiert sich darauf, ihre Kunden dabei zu unterstützen, die Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Geschäftsmodelle und Investitionen zu verstehen. Zudem treibt UBS ihre mehrjährige Initiative voran, Nachhaltigkeits- und Klimarisiken in ihr Risikomanagement und ihre Stresstest-Rahmenwerke zu integrieren.
Die Net-Zero Banking Alliance wurde 2021 als Initiative der Vereinten Nationen gegründet. Die Mitglieder der Allianz verpflichten sich, bis 2050 klimaneutral zu werden. Nach den Austritten stellt sich die Frage nach der Zukunft der Initiative.