Trotz Corona-Pandemie Dereco hält an Bürohausprojekt fest

Stadtansicht von Berlin in der Abenddämmerung. Trotz Corona-Krise wollen Dereco und der Immobilieninvestor Klingsöhr ein Bürohaus errichten.   | © imago images / Reiner Zensen

Stadtansicht von Berlin in der Abenddämmerung. Trotz Corona-Krise wollen Dereco und der Immobilieninvestor Klingsöhr ein Bürohaus errichten. Foto: imago images / Reiner Zensen

Ungeachtet des aktuellen Konjunktureinbruchs wollen das auf Immobilien spezialisierte Multi Family Office Dereco und der Co-Investor Klingsöhr in Berlin ein Bürogebäude errichten und anschließend vermieten. Nach Informationen der „Immobilien-Zeitung“ soll das Gebäude an der Neuköllnischen Allee im Stadtteil Neukölln entstehen. Ende dieses Jahres wollen die Projektpartner mit dem Bau des Büroturms mit 13 Obergeschossen beginnen.

Wie dem Bericht zu entnehmen ist, gehört das insgesamt 4.200 Quadratmeter große Baugrundstück seit Ende vergangenen Jahres den beiden Projektpartnern. Verkäufer ist Fensterhersteller Isogon, der an dem Standort bislang seine Firmenzentrale untergebracht hatte. Isogon wolle seinen Standort an den Stadtrand verlagern und habe „die Gunst der Stunde genutzt“, um das Grundstück zu verkaufen.

Inzwischen haben die Partner die Finanzierung des Vorhabens auf die Beine gestellt, berichtet die „Immobilien-Zeitung“ weiter. Auch einen Bauvorbescheid für den Büroturm hätten die Partner in der Tasche. Während Dereco den Eigenkapitalanteil einbringe, übernehme die Berliner Sparkasse die Finanzierung der Projektentwicklung. Der Bau des Bürohauses, das knapp 11.000 Quadratmeter Mietfläche umfassen soll, kostet voraussichtlich 45 Millionen bis 50 Millionen Euro. 

Dereco investiert seit 1993 bundesweit in Immobilien und Projektentwicklungen. Dabei fungiert das Multi Family Office für Immobilienvermögen aus Köln als treuhänderischer Investment Manager und Asset Manager ihrer Single Family Offices. Tassu Martin Degen ist seit 1993 Geschäftsführer von Dereco.

Der deutsche Markt für Bürovermietungen ist im ersten Quartal um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen. Und der Flächenbedarf der Mieter von Büroflächen könnte weiter sinken, vermuten die Marktbeobachter von Jones Lang Lasalle (JLL). „Bereits jetzt wirkt sich die Corona-Krise auf aktuelle Überlegungen zum Thema Neuanmietungen oder Mietvertragsverlängerungen aus“, kommentiert der Chef der Forschungsabteilung von JLL in Deutschland, Helge Scheunemann.