Tochter der Ecclesia Gruppe Hälfte der Mitarbeiter verlässt Vermögensverwalter DVAM

Wo es die Veränderungswilligen hinzieht, ist bislang nicht bekannt. | © Pixabay

Wo es die Veränderungswilligen hinzieht, ist bislang nicht bekannt. Foto: Pixabay

Der DVAM Vermögensverwaltung sollte es vergleichsweise gutgehen. Die Detmolder gehören mit etwa 2 Milliarden Euro verwalteten Kundenvermögen und 15 Mitarbeitern zu den größeren Vermögensverwaltern des Landes. Im Geschäftsjahr 2017 hat man einen Gewinn von knapp 400.000 Euro erwirtschaftet. Die Basis sollte stimmen, um mit der jüngst zugenommenen Regulatorik und den erhöhten Kosten umzugehen. Dennoch verlässt die Hälfte der Mitarbeiter das Unternehmen, wie das private banking magazin aus gut unterrichteten Branchenkreisen erfahren hat.

Konkret scheiden acht Mitarbeiter aus der DVAM aus, darunter Geschäftsführer Markus Schön und der Leiter Portfoliomanagement und Research Stefan Broszio. Bei den weiteren Abgängen soll es sich um fünf weitere Kündigungen und eine Mutterzeit handeln. Wo es die Veränderungswilligen hinzieht, ist bislang nicht bekannt. Aus Branchenkreisen ist zu hören, dass die Kündigungen erfolgten, weil die Ecclesia Gruppe, deren Tochter die DVAM ist, einen Verkauf ihrer Tochtergesellschaft erwäge. Ein Sprecher der Ecclesia Gruppe wollte sich auf Anfrage zu den Vorgängen nicht äußern, auch nicht zu den Personalveränderungen.

Die DVAM Vermögensverwaltung ist ein Finanzdienstleistungsinstitut mit 32-KWG-Lizenz. Man besitzt die Genehmigung für die Anlageberatung, Anlage- und Abschlussvermittlung, das Eigengeschäft, die Finanzportfolioverwaltung, das Finanzierungsleasing und Factoring. Die DVAM gehört zur Ecclesia Gruppe, mit über 1.600 Mitarbeitern einer der größeren Versicherungsmakler Deutschlands. Gesellschafter sind die Evangelische Kirche in Deutschland, der Deutsche Caritasverband sowie das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung.