Telos-Studie Markt für Spezial-AIFs boomt weiter

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Unternehmen legten wie im Vorjahr durchschnittlich mehr als die Hälfte ihrer Assets in Spezial-AIFs an, teilweise machten Spezialfonds sogar bis zu 90 Prozent aus. Auch bei den öffentlichen Trägern („Sonstige Investoren“) stehen die Spezialfonds mit durchschnittlich 68 Prozent der Anlagen im Vordergrund, 22 Prozent machen Direktanlagen aus. Mit 10 Prozent auffällig hoch ist hier die relativ hohe Quote von Publikumsfonds, die bei einigen Anlegern dieser Klasse bis zu 45 Prozent der Gesamtanlagen bilden.

Kaum verändert hat sich die Bereitschaft institutioneller Anleger, in neue Spezialfonds zu investieren: Etwa jeder zweite beabsichtigt laut Studie, in den kommenden 24 Monaten ein oder mehrere neue Mandate aufzulegen. Am wenigsten offen für Neuauflagen von Spezialfonds zeigten sich Unternehmen, während sich unter Versicherern fast alle Studienteilnehmer in diesem Punkt positiv äußerten.

Großes Interesse an Aktien

Ganz im Gegensatz zur Vorjahresstudie sind auch Banken mehrheitlich offen für neue Mandatierungen. Dies galt ebenso für Sparkassen und Volksbanken. Wie im Vorjahr sind gerade Vorsorgeeinrichtungen wie Versorgungswerke und Zusatzversorgungskassen auch aus dem kirchlichen Bereich willens, neue Fonds aufzulegen.

Die von institutionellen Anlegern bevorzugten Assetklassen sind liquide Assets. Das Interesse an Aktieninvestments liegt mit jetzt 88 Prozent 5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Im Anleihesektor stehen Unternehmensanleihen auf der Prioritätenliste ganz oben, praktisch auf Augenhöhe zum Vorjahr. Staatsanleihen liegen mit einem Anteil von 75 Prozent (Vorjahr 71 Prozent) an dritter Stelle. Investments in Immobilien rangieren wie 2016 auf Platz 4 mit relativ stabilen 54 Prozent der Anleger. Leicht rückläufig mit 41 Prozent scheint das Interesse an Infrastruktur-Anlagen. Anlagen wie Hedgefonds und Private Equity sind für vier von zehn Investoren grundsätzlich nicht ausgeschlossen.


Das große Interesse an Aktieninvestments zeigt sich auch bei der Frage, wie wichtig den Anlegern der Ausbau der Aktienquote ihrer Portfolios ist: So misst mehr als die Hälfte der Befragten diesem Thema große Bedeutung zu.  

Insgesamt zeigt sich, dass die traditionellen Assetklassen zwar noch lange nicht ausgedient haben. Die Zahlen belegen jedoch auch, dass eine zunehmender Wandel hin zu risikobetonteren Anlagen stattfindet. Unterm Strich ist daher laut Studie in den kommenden 24 Monaten eine Menge Bewegung zu erwarten.

Die Studie gibt es hier als pdf.


Über die Studie:
Grundlage der Studie „Aktuelle Entwicklungen auf dem deutschen Spezialfondsmarkt aus Investorensicht 2017“ der Rating-Gesellschaft Telos waren die auf Grundlage eines Fragebogens erhobenen Antworten von 85 institutionellen Entscheidungsträgern. Abgerundet wurde die Erhebung durch Diskussionen und Hintergrundgespräche mit Marktteilnehmern.