Privates Bankgewerbe Gewerkschaften stellen Forderungen für Tarifverhandlungen erst 2024 vor

Skyline vom Frankfurter Bankenviertel

Skyline vom Frankfurter Bankenviertel: Im kommenden Jahr wird über den Tarifvertrag für die Beschäftigen im privaten Bankgewerbe verhandelt. Foto: Imago Images/Jan Huebner

Die Verdi und der Deutsche Bankangestelltenverband (DBV) werden ihre Forderungen für die anstehenden Tarifverhandlungen der privaten Banken erst im kommenden Jahr vorstellen. Das teilten die Gewerkschaften auf Anfrage von Finanzbusiness mit. Ursprünglich wollte die Verdi ihre Forderungen Anfang November, der DBV seine Ende dieses Jahres vorstellen.

Mehr als 20.000 Mitarbeiter der privaten Banken wurden im Herbst im Auftrag der Gewerkschaft Verdi zu den Forderungen für die kommende Tarifrunde 2024 befragt. Die Präsentation der Ergebnisse verschiebt sich, „weil sich die Rahmenbedingungen gerade nachdrücklich verändern und wir realistische Forderungen aufstellen wollen”, sagte Gewerkschaftssekretär und Commerzbank-Aufsichtsrat Stefan Wittmann gegenüber Finanzbusiness.

Gewerkschaften fordern zweistellige Gehaltserhöhung

Der Tarifvertrag für das private Bankgewerbe regelt laut Verdi die Einkommens- und Arbeitsbedingungen von circa 150.000 Beschäftigten in den knapp über 80 deutschen Privatbanken in Deutschland. Die nächsten Entgelttarifverhandlungen für die Beschäftigten der privaten Banken finden im Frühjahr 2024 statt. Im Fokus der Tarifrunde werde dabei der Ausgleich der hohen Inflation stehen, teilten beide Gewerkschaften zuletzt mit.

„Wer sich den seit 2021 durch die hohe Inflation aufgelaufenen Gehaltsrückstand bei den Bankmitarbeitern anschaut, für den wäre eine zweistellige Gehaltserhöhung im kommenden Jahr realistisch“, sagte ein DBV-Sprecher dem Portal. Im August hatte die Verdi den Bankensektor aufgefordert, Beschäftigten die volle Inflationsausgleichsprämie zu zahlen.

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