Asset Manager kauft Alternative-Spezialisten T. Rowe Price schluckt Oak Hill Advisors

Setzt mit seinem Arbeitgeber T. Rowe Price auf Private Markets

Setzt mit seinem Arbeitgeber T. Rowe Price auf Private Markets: Robert Sharps, Präsident sowie Leiter Investment. Foto: T. Rowe Price

Ein weiterer US-Anbieter treibt die Expansion in den Alternative Assets voran: T. Rowe Price bezahlt für die Übernahme von Oak Hill Advisors bis zu 5,1 Milliarden US-Dollar. Die Summe besteht zum einen aus fixen 4,2 Milliarden US-Dollar, die der Asset Manager bereits jetzt zu 74 Prozent bar und zu 26 Prozent in Aktien zahlt, und zum anderen aus bis zu 900 Millionen US-Dollar erfolgsabhängiger Zusatzzahlungen. T. Rowe Price verwaltet ein Vermögen von rund 1,6 Billionen Dollar.

Das Unternehmen reiht sich mit dem Deal in eine Liste von Asset Managern ein, die ihr Engagement in den Private Markets verstärken. In den vergangenen Monaten hatten etwa auch die State Street Corporation, PGIM und die Asset-Management-Sparte der BNP Paribas teilweise Übernahmen von Private-Markets-Spezialisten verkündet.

Das Unternehmen teilte mit, dass es inzwischen einen Größenvorteil brauche, um differenzierte Renditen und Finanzierungsmöglichkeiten im Bereich der alternativen Märkte anbieten zu können. Gleichzeitig würde die Nachfrage nach alternativen Kreditstrategien sowohl von institutioneller als auch von Retail-Seite stetig steigen.


Um dieser Situation gerecht zu werden, soll Oak Hill Advisors, das seit 30 Jahren im Bereich Private Credit und Loans operiert und rund 53 Milliarden Dollar an Kapital verwaltet, mit seiner Kompetenz als eigener Geschäftsbereich innerhalb von T. Rowe Price agieren. Langfristig soll der Bereich zur eigenen Plattform für Private Markets ausgebaut werden. „Da wir komplementäre Fähigkeiten und Vertriebswege zusammenbringen, können wir Wachstumschancen für die Entwicklung neuer Produkte nutzen“, erklärt Rob Sharps, Präsident und Head of Investments bei T. Rowe Price, zu der Übernahme.

Dass T. Rowe Price dafür auf einen Zukauf setzt, soll eine Ausnahme bleiben. Eigentlich setzt das Unternehmen auf ein organisches Wachstum. Die komplementären Geschäftsmodelle und die Erfüllung hoher Anforderungen hätten den Ausschlag für den Kauf von Oak Hill Advisors gegeben.