199 Länder bewertet Schweiz rutscht im ESG-Staatenrating ab – Nordeuropa dominiert

Fabio Pellizzari, Leiter ESG-Strategie bei der Zürcher Kantonalbank

Fabio Pellizzari, Leiter ESG-Strategie bei der Zürcher Kantonalbank Bildquelle: Swisscanto

Das Swisscanto-Staatenrating 2025 bringt Bewegung in die Spitzengruppe: Die Schweiz verliert einen Rang und belegt nun Platz 4 von 199 bewerteten Ländern. Norwegen schiebt sich auf den zweiten Platz vor und verdrängt Island auf Rang 3. Dänemark verteidigt die Spitzenposition. Deutschland bleibt unverändert auf Platz 9.

Norwegen verbessert sich bei Umweltkriterien

Das Rating bewertet Staaten nach rund 80 Kriterien in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Norwegen profitiert von Fortschritten bei Energie, Energieproduktivität und Biodiversität. „Norwegen hat sich generell am stärksten verbessert“, sagt Fabio Pellizzari, Leiter ESG-Strategie bei der Zürcher Kantonalbank.

Die Top 10 dominieren weiterhin nordeuropäische Staaten. Neu schafft es Estland auf Platz 10. Neuseeland auf Rang 5 ist das einzige außereuropäische Land in der Spitzengruppe. Österreich verbessert sich um einen Platz auf Rang 13.

Daten von WHO und Weltbank

Das Rating nutzt Daten von WHO, Weltbank, UNEP und OECD. Die Umweltdimension bewertet Ressourcenverbrauch, Klimawandel und Biodiversität. Der Sozialbereich misst Lebensstandard, Gesundheit und Gleichberechtigung. Die Governance-Dimension prüft Menschenrechte, Bürgerrechte und internationales Engagement.

„Die DACH-Region steht zufriedenstellend im globalen Vergleich da“, so Pellizzari. Mit Australien, Kanada und Uruguay in den Top 20 zeigen auch Länder außerhalb Europas Fortschritte bei Nachhaltigkeitskriterien.

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