Für Kryptowertpapierregister Fintech Swiat erhält Bafin-Lizenz

Henning Vollbehr, Geschäftsführer von Swiat.

Henning Vollbehr, Geschäftsführer des Fintechs Swiat. Bildquelle: Swiat

Swiat hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die Erlaubnis zur Führung von Kryptowertpapierregistern nach dem Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG) erhalten. Das 2022 gegründete Fintech entwickelt Blockchain-Software und betreibt eine Tokenisierungsplattform.

Neben der Softwareentwicklung zur Tokenisierung und Blockchain-basierter Emission von Wertpapieren ist das Fintech nun auch in der Lage, die mit der Emission digitaler Wertpapiere einhergehende Finanzdienstleistung anzubieten.

Mit der Lizenz kann Swiat dementsprechend institutionellen Partnern wie Depotbanken Softwareentwicklung und Finanzdienstleistungen aus einer Hand anbieten. Die Erlaubnis umfasst die Führung von DLT-basierten Registern für die Emission elektronischer Wertpapiere.

Swiat kooperiert mit Depotbanken wie BayernLB, Dekabank, DZ BANK und LBBW. Durch die Lizenz können diese Banken ihre Dienstleistungen über digitalisierte Prozessketten skalieren.

Beispielsweise die Natixis Pfandbriefbank und die Dekabank realisierten den nach eigenen Angaben ersten digitalen Namenspfandbrief in Deutschland auf der Swiat-Blockchain. 

Geschäfstführer (CEO) Henning Vollbehr bezeichnete die Genehmigung als Schritt zu einem Ökosystem für digitale Assets. „Der Prozess mit der BaFin verlief offen, transparent und vertrauensvoll ab“, sagt COO Felix Miederer über die Zusammenarbeit mit der Bafin.

 

Ziel der Verantwortlichen von Swiat ist es, mit einer Blockchain-basierten Plattform einen globalen, einheitlichen Standard für die Verarbeitung von Blockchain-basierten Wertpapieren zu schaffen. Ein wesentliches Feature des SWIAT-Ökosystems ist dabei, dass kapitalmarktrechtliche, Compliance-relevante und Marisk-Aspekte bereits in der Konzeption berücksichtigt werden. Dadurch will das Unternehmen seinen Nutzern eine hohe Sicherheit und Vereinbarkeit mit Regulatorik bieten.

In den kommenden Jahren erwarten die Swiat-Verantwortlichen eine weltweit steigende Bedeutung von digitalen Assets durch die zunehmende Tokenisierung. Bis 2030 rechnet das Fintech-Unternehmen mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum allein im europäischen Markt von über 60 Prozent (CAGR) auf über drei Billionen Euro. 

Swiat gehört Konsortium aus Dekabank, LBBW und weiteren 

Das Unternehmen rechnet mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum im europäischen Markt für digitale Assets von über 60 Prozent bis 2030 auf über drei Billionen Euro.

Swiat hat über 40 Teilnehmer auf der Plattform und wickelte ein Wertpapiervolumen von über 700 Millionen Euro ab (Stand: Mitte 2025). Ursprünglich war das es eine Tochtergesellschaft der Dekabank, wurde aber im Februar 2022 als Joint Venture in ein Konsortium umgewandelt, dem neben der Dekabank auch LBBW, Standard Chartered und das Fintech Comyno angehören.

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