Nächste Weichenstellung Süddeutsche Aktienbank bestellt zwei Vorstände

Andreas Falger ist neues Vorstandsmitglied der Süddeutschen Aktienbank und wird die Niederlassung in Stuttgart leiten

Andreas Falger ist neues Vorstandsmitglied der Süddeutschen Aktienbank und wird die Niederlassung in Stuttgart leiten

Die auf Private Banking ausgerichtete Süddeutsche Aktienbank (SAB) hat zwei Vorstände berufen. Andreas Falger rückt in das Gremium ein und wird die Führung des Standorts Stuttgart übernehmen. Wolfgang Morgenstern wird bis März als Interimsvorstand fungieren, teilte ein Sprecher der Gesellschaft mit. Im Vorstand sitzen neben Falger und Morgenstern noch Hartwig Traber und Volker Wild. Einen Vorsitzenden gibt es nicht.

Falger ist aktuell Bereichsleiter Private Banking bei einer Landesbank und hatte zuvor eine vergleichbare Aufgabe bei einem ausländischen Bankhaus. Morgenstern war bei verschiedenen Instituten Risiko-Vorstand und ist aktuell als Personal- und Unternehmensberater im Bereich Private Banking aktiv.

Zudem hat die SAB Marc Cales als Leiter für die Abteilung Finanz- und Nachfolgeplanung in Stuttgart eingestellt. Cales war zuvor in Stuttgart für die BW-Bank und das Bankhaus Bauer tätig.

Weitere Standorte

Nach Stuttgart plant die SAB, einen Standort in Freiburg im Laufe des Jahres zu eröffnen. Die Suche nach Mitarbeitern hat bereits begonnen.

Nach wie vor plant die SAB den Angaben zufolge weitere Standorte in Deutschland. „Die ursprüngliche Planung sah sechs Standorte vor. Davon würden wir in positiven Fällen auch abweichen“, so Jan Torsten Schmieling, Aufsichtsrat der SAB. „Aktuell sind Gespräche mit potenziellen Beratern in Frankfurt für einen dritten Standort am weitesten fortgeschritten, aber auch an anderen Standorten werden wir weiter Ausschau nach guten Beratern halten.“

Im Oktober 2015 hat der Aufsichtsrat den Vorstand beauftragt für 2016 zwei Kapitalmaßnahmen vorzubereiten. Eine der Maßnahmen soll die historischen Verlustvorträge in der Bilanz (per 31.12.2014 etwa 7,5 Millionen Euro ausgleichen und die andere soll Eigenkapital und Liquidität der Bank für die zukünftigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen nachhaltig stärken.

Durch die beiden Maßnahmen würde sich das Eigenkapital der Bank deutlich von etwa 2 Millionen Euro auf über 15 Millionen Euro erhöhen. Das soll anschließend jedoch zu keiner wesentlichen Ausweitung risikorelevanter Geschäfte genutzt werden, sondern ausschließlich die nachhaltige Sicherheit der Bank unterstreichen, heißt es.

Neuausrichtung im vergangenen Jahr

Im Juni 2015 hat eine Gruppe von etwa 15 Privatinvestoren und mittelständischen Unternehmen die Aktienmehrheit der SAB übernommen. Auf einer Hauptversammlung wurde anschließend die Neuausrichtung der Bank beschlossen. Seitdem soll die SAB auf den Geschäftsfeldern Private Banking, Asset Management (Fonds- und Vermögensverwaltung) sowie Kapitalmarktgeschäft tätig sein. Zuvor war die Bank als Spezialistin für Kapitalmarkt-Dienstleistungen im Small- und Mid-Cap-Bereich bekannt.